Kraiburg – Bei einem Lokaltermin will der Marktgemeinderat Kraiburg über zwei Anträge zum Neubau von zwei Einfamilienhäusern und vier Doppelhaushälften mit Garagen an der Samerstraße entscheiden. In der jüngsten Gemeinderatssitzung sahen sie sich dazu nicht in der Lage. Die geplanten Gebäude sollen zum Teil auf dem Gelände der ehemaligen Gastwirtschaft entstehen. In diesem Bereich ist das Vorhaben am wenigsten strittig. Es gibt einen Bebauungsplan und ein Baufenster für die geplante Bebauung mit den Doppelhaushälften. „Es ist nicht verkehrt, wenn da wieder was hinkommt, aber es muss sich einfügen“, findet Bürgermeister Herbert Heiml (CSU). Die Abweichungen von den Vorgaben des Bebauungsplans „An der Samerstraße“ lassen sich vermutlich über Befreiungen regeln. Anders sieht es auf dem Nachbargrundstück aus. Eines der Häuser liegt außerhalb des Baufensters. Ohne eine Änderung des Bebauungsplans wird es da in keinem Fall gehen. Heiml warf die Frage auf, ob die Bebauung tatsächlich so weit gehen sollte. Ein Gesichtspunkt für die Bewertung des Vorhabens ist die unmittelbar neben dem Areal verlaufende Monaco-Pipeline. Für die Hochdruck-Gasleitung gibt es eine Bauverbotszone, die auf beiden Seiten der Pipeline jeweils fünf Meter beträgt. Nach den Planungen tangiert diese Zone direkt ein Hauseck. hg