Sogar Videoüberwachung war im Gespräch

von Redaktion

Öffentlicher Kindergarten-Spielplatz in Taufkirchen immer wieder verschmutzt – Gemeinde stellt Hinweis- und Verbotstafeln auf

Taufkirchen – Ist es wirklich nötig, mittels Videoüberwachung den öffentlich zugänglichen KindergartenSpielplatz vor Schmutzfinken und Rowdys zu schützen. Das fragten sich die Gemeinderäte in der jüngsten Sitzung in Taufkirchen. Vorgeschlagen wurde diese Maßnahme vom Zweiten Bürgermeister Franz Schuhbeck (FLT), nachdem Bürgermeister Jakob Bichlmaier (FLT) über die Situation auf dem Spielplatz Bericht erstattet hatte.

Was war passiert? Der Spielplatz der „Kinderwelt Sonnenschein“, der schon seit einigen Jahren außerhalb der Kita-Zeiten auch von Gästen genutzt werden kann, ist regelmäßig verschmutzt. Das hat das Team der Einrichtung um Kita-Leiterin Ulrike Hackel der Gemeinde mitgeteilt. „Nach Zigarettenkippen schauen wir immer, wenn wir mit den Kindern rausgehen“, sagt Hackel. Und manchmal findet das Personal auch Bierflaschen und Bierflaschenkapseln, die einfach liegen bleiben. Weil es leider Besucher gibt, die den Sandkasten abdecken, aber nicht mehr zudecken, können Hunde und Katzen dort ihr Geschäft verrichten. Die Gartentür bleibt offen stehen, Tiere aller Art haben freien Zutritt. Vor etwa drei Wochen wurde dann die Spielzeuggitterbox am Sandkasten aufgebrochen und das Spielzeug verstreut. „Das war der Höhepunkt“, sagt die Leiterin der „Kinderwelt Sonnenschein“. Das Team beschloss, sich an die Gemeinde zu wenden: „Denn das kann doch nicht sein.“ Da müsse doch was geschehen.

Auch der Bürgermeister versteht da keinen Spaß mehr. Es könne nicht angehen, so Bichlmaier, dass das Kiga-Team in der Früh zuerst einen Kontrollgang machen muss, um für Ordnung zu sorgen.

Und wie reagiert der Gemeinderat? Das Gremium einigte sich darauf, vorerst Hinweis- und Verbotstafeln aufzustellen, um die Besucher zu warnen. Das ist ganz im Sinn des Kindergartens. „Wir wollen die Leute aufklären und darauf hinweisen, was das für die Kinder bedeutet“, sagt Ulrike Hackel.

Wenn das nicht reicht und sich ähnliche Vorfälle auf dem Spielplatz wiederholen sollten, will die Gemeinde Konsequenzen ziehen und den Spielplatz wieder für die Öffentlichkeit schließen. fim/hg

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