Unterreit –Das Dorf Wang und der „Feichtner Hardl“ – eine Zweisamkeit der besonderen Art. Als „Mann für alle Fälle“ bezeichneten ihn die Gratulanten überzeugend bei der geselligen Feier zu seinem 80. Geburtstag, der sich auch Bürgermeister Gerhard Forstmeier und Elisabeth Lochner für die Pfarrei anschlossen.
So ist Leonhard Mittermaier bei den Aktionen Maibaum ein fester Bestandteil der Organisation, und dies schon seit Jahrzehnten, die Restaurierung des Glockenstuhls gehörte zu seinen Aufgaben und bei Christbaumversteigerungen kann auf den Hardl nicht verzichtet werden. Außerdem zählt er zu den Gründungsmitgliedern des Eisstocksportvereins ESV Wang, war 20 Jahre Vorstand und 40 Jahre Moar bei allen „Wuidschiaßn“. Als Vereinsmitglied wird er auch bei der Krieger- und Soldatenkameradschaft, beim Seniorenclub und den Georgischützen geschätzt.
Zwölf Jahre gehörte er dem Gemeinderat an und war sechs Jahre Zweiter Bürgermeister der Gemeinde Unterreit.
Besonders am Herzen liegen dem Jubilar die Chroniken der Gemeinde Unterreit und seines Heimatdorfes Wang. So war er Initiator einer Fotoausstellung und besitzt eine Sammlung von über 1800 Sterbebildern, sorgfältig nach Familien und Weilern sortiert.
Leonhard Mittermaier ist ein Wanger Urgestein, erblickte am 22. Juli 1939 beim Feichtner z`Wang das Licht der Welt und wuchs als Ältester mit zwei Schwestern und einem Bruder auf. Nach der Schulzeit in Wang erlernte er das Zimmererhandwerk in der Zimmerei Huber in Irlham. Nachdem er anschließend kurze Zeit bei einer Münchner Baufirma tätig war, wechselte er zur Zimmerei Huber in Bachmehring und blieb dort 40 Jahre lang bis zum Renteneintritt.
Als Facharbeiter im Schalungsbau war er größtenteils auf Montage unterwegs, konstruierte Brücken und Tunnel in ganz Deutschland und war beim Kraftwerksbau in Perach dabei.
Eine glückliche Zeit begann für ihn 1964 mit der Heirat mit Maria Meier von Moos. Sohn Leonhard und Tochter Maria erlebten im Eigenheim in Moos eine wohlumsorgte Kindheit. Drei Enkel wünschen dem Opa natürlich noch viele Jahre im Kreise seiner Familie. Seinen Ruhestand genießt der rüstige Jubilar mit seiner Familie. fim