Sangesfreude pur im Waldkraiburger Stadtpark

von Redaktion

Volkslieder-Singen mit Ernst Schusser und Eva Bruckner lockt viele Besucher

Waldkraiburg – Wenn Ernst Schusser (Ziehharmonika) und Eva Bruckner (Gitarre) vom Volksmusikarchiv Oberbayern rufen, dann folgen Waldkraiburgs Hobbysänger dem Duo auch an einen neuen Ort. Im und um den Pavillon im Stadtpark sangen sie zusammen, statt alleine, und das zwei Stunden lang. Lustig ging`s los mit dem „Zigeunerleben“ und den „Freien Gedanken“. „Beim gemeinsamen Singen lernt man Toleranz“, meinte Schusser, „ich kann schmettern, was und wie ich will, aber nicht jedem kann man zuhören“.

Viele Volkslieder waren unter Napoleon verboten, seien aus der Arbeiterbewegung hervorgegangen und existieren in mehreren Varianten, so etwa „Wem Gott will rechte Gunst erweisen“ mit dem Text von Eichendorff. Im roten Liederheft des Musikarchivs, das schon in siebter Auflage erschienen ist und ausgeliehen werden konnte, sind erklärende Texte zu finden. Volkslieder bedeuten nichts anderes als Lieder der Völker, in vielen Ländern verbreitet und abgewandelt. Ein Beispiel: „Sah ein Knab ein Röslein stehn“ liegt besonders den Japanern am Herzen. Es sei gut, wenn auch die Kommunen hinter solchem Liedgut stehen wie in Waldkraiburg, unterstützt von der Stadt mit Bürgermeister Robert Pötzsch und den Waldkraiburger Nachrichten. Dank zollte der Volksmusiker Rektor Klaus Ertelt, der dieses Singen in der Stadt etabliert hat. Das Bezirksarchiv unterstützt auch neue Initiativen, wie „SMS“, das Singen mit Senioren. „Zur Not muss ich einfach laut singen, dann meint der Nachbar, es stimmt schon!“, so Schusser in seiner humorvollen Art. Dies wurde besonders beim „Bimperl, Bamperl“-Song deutlich, den anwesenden Bürgermeistern gewidmet. Erst nach „Ade, du mein lieb Heimatland“ löste sich die Sangesgemeinde allmählich auf.fis

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