Gars –In einem Dankgottesdienst zitierte der Rektor des Klosters, Pater Josef Schwemmer, das Evangelium vom reichen Mann, der einfältig Vorräte aufhäuft, um dann sicher und sorglos zu leben und „Narr“ genannt wird.
Danach habe der Jubilar sein Leben gerade nicht ausgerichtet, sondern die Sorge Gott allein überlassen. „Mit rechtem Augenmaß, innerem Abstand zum Materiellen, bescheiden und mit Humor“ habe Pater Aimer sein Priestersein ausgefüllt und immer genügend Freiraum für Gott gelassen. Auch habe er die Lehre eines Kirchenvaters beherzigt, der gefragt habe: „Mensch, warum suchst du nach dem, woraus du geschaffen bist – und nicht nach dem, wofür du geschaffen bist?“
Am Rand der Feier mit der Verwandtschaft erzählte der Jubilar aus seinem Leben. Nach der Priesterweihe im Jahr 1954 und der Zeit als Kaplan war er Erzieher in Günzburg, dann im Internat der Redemptoristen in Ingolstadt.
Nach einem erweiterten Noviziat wirkte er als Volksmissionar in Pfarreien im süddeutschen und im deutschsprachigen Raum, in Österreich, in Südtirol, in der Schweiz und im Saarland. Viele Jahre war Pater Aimer Rektor (Hausoberer) und Minister (Verwaltungsleiter) in Häusern der Redemptoristen in Riedlingen und Forchheim.
„Unter all den Tätigkeiten war mir die Seelsorge immer das größte Anliegen“, so der Jubilar. Nach Auflösung des Klosters Forchheim sei er nach Gars gewechselt, das ihm nun seit sechs Jahren wieder zur Heimat geworden sei.