Spielplatz am Bleicher: Polizei warnt vor Zebrastreifen

von Redaktion

Diskussionen im Marktgemeinderat Kraiburg gehen weiter – Gremium fasst keinen Beschluss

Kraiburg – Die Idee, einen Zebrastreifen am Spielplatz am Bleicher anzubringen, um den Übergang für die Kinder sicherer zu machen, wird in Kraiburg weiter kontrovers diskutiert. Der Verkehrsfachmann der Polizei habe davon abgeraten, sagte Bürgermeister Dr. Herbert Heiml (CSU) in der Sitzung des Gemeinderates nach einem Ortstermin mit Verkehrsexperten. Ein Zebrastreifen vermittle den Kindern eine trügerische Sicherheit. Ein gewichtiger Einwand ist außerdem, dass ein Zebrastreifen zwei Bürgersteige ausgewiesene Gehwege verbinden sollte. Das ist an dieser Stelle nicht der Fall. Die Empfehlung der Polizei: Mit einem Piktogramm und einem Hinweisschild sollten die Autofahrer auf die Gefahrenstelle hingewiesen werden. Einige Gemeinderäte sehen das unverändert anders. „Ein Zebrastreifen hat Wirkung. Da fahren die Autofahrer erfahrungsgemäß langsamer“, findet Werner Schreiber (SPD). Dritte Bürgermeisterin Anneliese Schuster (CSU) sieht es ähnlich. Sie verwies auf die beiden Zebrastreifen bei der Schule. „Man fährt automatisch langsamer.“

Der Bürgermeister wollte das nicht ganz von der Hand weisen. Die Entscheidung über einen Zebrastreifen oder eine andere Variante fällt in die Zuständigkeit des Marktes, weil es sich um eine Gemeindestraße handelt. Heiml warnte allerdings, dass rechtlich abzuklären sei, „ob die Gemeinde bei einem Zebrastreifen nach einem Unfall in Haftung genommen werden könnte“.

Adrian Hilge (SPD) brachte die auffälligen roten Streifen ins Gespräch, mit denen früher – auch in der Siedlung – Radwege markiert worden seien. Einige andere Gemeinderäte favorisieren Piktogramme und Schilder, die auf spielende Kinder aufmerksam machen.

Einen förmlichen Beschluss, welche Variante zum Tragen kommt, gab es in dieser Sitzung nicht.hg

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