Kangatraining

Sportlich mit Baby beim Kangatraining

von Redaktion

Während und nach der Schwangerschaft wieder fit werden – Babysitter nicht nötig

Oberreith – Baby im oder am Bauch – beim Kangatraining ist das Zwergerl (vor oder nach der Geburt) ein fester Bestandteil beim Sporteln. Die sanfte Methode für die Frau mit Schwangerschaftsbauch oder später mit Schwangerschaftspfunden, wurde interessierten Eltern im Wildfreizeitpark Oberreith bei einem Schnuppertraining vorgestellt. Man braucht keinen Babysitter – weil man mit dem Kind trainiert.

Die Garserin Daniela Schneider, ausgebildete Kangatrainerin und ihr Team – bestehend aus Monika Winterer aus Pleiskirchen und Marianna Schell aus Neuötting – bereiteten ein kunterbuntes Programm.

Die Kleinen

im Tragetuch

Für die Fitness sorgte Daniela Schneider mit ihrem Kangatraining, das seinen Ursprung in Österreich hat. Gegründet hat dort den Sport Nicole Pascher, Tänzerin und Fitnesstrainerin, nach ihrer dritten Schwangerschaft.

Davon ließ sich auch die Garserin Daniela Schneider inspirieren. Als Sportliebhaberin sucht sie nach der Geburt ihres kleinen Sohnes etwas, das sie wieder fit machen würde. Das Kangatraining vereint Sport, Tanz und Fitness. Die Mütter – auch die werdenden – können gemeinsam mit dem Nachwuchs drinnen oder draußen sporteln.

Die ganz Kleinen hängen im Tragetuch vor Mamas Brust, genießen ihre Nähe und schlafen während des etwa einstündigen Trainings ein. Ein bisschen wie Kängurubabys im Beutel.

Da gesundes Babytragen von großer Wichtigkeit ist, arbeiten Kangatrainerinnen eng mit Trageberaterinnen zusammen, wie mit Manuela Ott aus Mühldorf. Sie gab den Eltern wertvolle Tipps für die richtige Bindeweise der Babys im Tragebuch. Das Kleine muss gut gestützt sein und mit leicht gerundetem Rücken in der „Anhock-Spreizhaltung“ im „Kängurubeutel“ sitzen.

Das Workout beim Kangatraining ist genau auf die Bedürfnisse der Mamas angepasst und kann sich steigern. Tiefliegende Bauchmuskulatur, Rumpfmuskulatur, Beinmuskulatur und der Rücken werden gestärkt.

Die Teilnehmerinnen lernen, auf eine korrekte Körperhaltung zu achten. Nach einer Geburt muss der Beckenboden geschont werden. Das Training hilft dabei, diesen wieder zu stärken. Die Mamas dürfen mit dem Programm beginnen, sobald ihr Gynäkologe sein Okay dazu gegeben hat.

„Uns ist es extrem wichtig, dass die Mütter weiterhin zur Hebamme gehen und Rückbildungsgymnastik machen. Wir wollen mit den Hebammen Hand in Hand zusammenarbeiten, um den Müttern die beste Möglichkeit zu bieten, nach der Geburt wieder richtig fit zu werden“, erklärt Schneider.

Etwa acht bis zehn Wochen nach der Geburt können Mütter langsam mit dem Training beginnen. Das Alter der Babys, die in dieses Workout eingebunden sind, liegt etwa zwischen drei Monaten und eineinhalb Jahren. „Wir stärken von innen nach außen und machen keine Sit-ups. Das Beckenbodentraining ist ein wichtiger Teil in diesem Programm“, setzt die 28-jährige Garserin fort.

Wie sie dazu kam, andere Mütter zu trainieren und zu motivieren? Nachdem ihr Sohn vergangenes Jahr Ende Februar geboren wurde, besuchte sie die Kangastunden bei Monika Winterer in Pleiskirchen. „Ich war so sehr von dem Mutter-Kind-Fitnessprogramm begeistert, dass ich mich selbst zur Trainerin ausbilden ließ“, erzählt die junge Mutter.

Auch Papas

können mitmachen

Dieses Jahr im Februar machte sie bei der Begründerin dieses Workouts, Nicole Pascher aus Wien, ihre Ausbildung zur lizenzierten Kangatrainerin. Seit Ende April gibt sie ihre eigenen Kurse. Für Schneider ist es wichtig, dass ihr Training die Brücke zum richtigen Sport bleibt. Viele Frauen, die immer sehr sportlich waren, sind während und nach ihrer Schwangerschaft eingeschränkt.

Das Kangatraining soll sie nach der Geburt ihres Kindes wieder für den Sport fit machen, den sie vor ihrer Schwangerschaft gerne gemacht haben. „Auch Papas können natürlich beim Kangatraining mitmachen, denn bei dem Workout geht es vor allem auch um die Bindung zwischen Kind und Eltern. An erster Stelle steht jedoch der sportliche Aspekt“, erklärt die Garserin. Für die Väter gibt es „Papakanga“, „Kangaonwheel“ heißt es, wenn es mit dem Buggy voran zum Walken geht und etwa zügiges Wandern mit Baby im Tragetuch läuft unter „Kangatrail“. „Prekanga“ ist eine Alternative zum Yoga für Schwangere.

Am Rande der Veranstaltung gab es eine Glücksrad-Aktion, selbst gemachte Babykleidung und Spielsachen wurden feilgeboten.

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