Ballettcamp im Wirtshaus

von Redaktion

Das Wirtshaus in Gallenbach hat schon viele Gäste gesehen.Ein Ballettcamp mit40 Mädchen ist neu.

Taufkirchen – Im Gasthaus Maier in Gallenbach entsteht in dieser Woche ein Märchen. 40 Mädchen zwischen sechs und 14 Jahren üben in dem Taufkirchner Ortsteil ein Stück ein. Am Samstag, 17. August, ist Premiere. Neben Tanzen und Bühnengestaltung stehen bei dem fünftägigen Workshop ebenso Eselreiten und Brotbacken auf dem Programm.

Die Bühne im Wirtssaal steht, die Vorhänge hängen bereits und warten darauf, ihren Weg über die Bühne geschoben zu werden. Hier üben die Mädchen – gemeinsam und in kleinen Gruppen – ihre Ballettschritte. Für rund die Hälfte der Teilnehmerinnen sind es die ersten Tanzschritte mit professioneller Anleitung.

Es entsteht ein Potpourri aus diversen Märchen. Denn ein zerrissenes Buch gilt es richtig zusammenzusetzen. Es ist beim Streit zerstört worden und die Geschichten durcheinander geraten – so die Rahmenhandlung, die Andrea Schöttler-Glas und Julia Glas, Ballettlehrer in Waldkraiburg und Mettenheim, vorgeben. Diese Woche üben Zwerge, Geißlein und etliche Äpfel an Frau Holles Baum für ihren Auftritt.

Schöttler-Glas hat zusammen mit ihrer Tochter Julia das Konzept entwickelt: „Bei einem Spaziergang ist uns diese Idee zu einem mehrtägigen Ballett-Workshop gekommen. Diesen Gedanken haben wir dann weiter gesponnen.“ Marion Allinger, die Bühnenbild und Requisiten erstellt, ist eine Freundin. Auch mit den Wirtsleuten vom Gasthaus Gallenbach, Claudia und Hilarius Häußler, sind die Ballettlehrerinnen gut befreundet. „Alle waren sofort von der Idee überzeugt und wirken nun mit“, sagt Schöttler-Glas, die die Volkshochschule Waldkraiburg nicht vergisst, die die Veranstaltung letztlich ermöglicht habe.

Für das Erstellen von Bühnenbild und Requisiten zeigt also Allinger verantwortlich. Im Wechsel basteln und üben die Mädels für ihren Auftritt. Am Montag gilt es, die Programmhefte zu gestalten und Haarschmuck für Rumpelstilzchens Feuer zu erstellen. „Ich hoffe, die Begeisterung für das Malen und Basteln hält auch morgen noch an, wenn es um die sieben Bühnenbilder geht“, sagt Allinger.

Auch Wirtin Claudia Häußler erhält morgens bereits erste Unterstützung beim Schneiden von Gemüse für das Mittagessen.

„Das Schwierigste war es, die Kinder einzuteilen und passende Kostüme kostengünstig zu bekommen“, erzählt Schöttler-Glas. „Wir haben nun 50 Kleider in den Größen von 116 bis 176 selbst zusammengestellt und finanziert.“ Drei Erwachsenenkostüme stammen aus dem Fundus der verstorbenen Ballettmeisterin Feli Haag. „Die Hälfte der Teilnehmer kannten wir bis heute Morgen noch nicht. Doch die allermeisten Kleider passen glücklicherweise.“

Von Freitag auf Samstag dürfen die Mädchen dann im Wirtshaus übernachten, ehe am Samstag das Ballett gleich zweimal im Gasthaus aufgeführt wird. Für die Vorstellung um 14 Uhr sind noch Plätze frei, Karten für die Vorstellung um 16 Uhr sind hingegen vergeben.

Kartenvorbestellungen nimmt Andrea Schöttler-Glas per E-Mail asglas@t-online.de an. Der Eintritt ist kostenlos, um eine Spende wird gebeten.

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