Ein Schwarzer, der es bunt mag

von Redaktion

Er ist ein Schwarzer, der es bunt mag. Wenn Marcel Huber, CSU-Landtagsabgeordneter, mal nicht Politik macht, malt er gerne. Großkatzen haben es dem Tierarzt besonders angetan. Drei Raubtiere zeigt er in einer Ausstellung in Kraiburg.

Kraiburg/Ampfing – Die Bilder eines ehemaligen bayerischen Staatsministers präsentiert am Wochenende die Künstlergruppe Kraiburg mit vielen anderen Werken im Bischof-Bernhard-Haus. Gundi Opitz von der Künstlergruppe hat für die Ausstellung einen prominenten Gast gewonnen: CSU-Landtagsabgeordneter Marcel Huber.

Anders als in Politik braucht es beim Malen keine Lösungen

Seine Leidenschaft für den Krippenbau ist bekannt. Dass der 61-Jährige auch sehr gerne malt, hat noch nicht die Runde gemacht. Huber hat gute Erfahrungen damit gemacht. Malen entspannt. Im Gegensatz zu seiner politischen Tätigkeit bedürfe es beim Malen keiner Lösungen. „Das Malen hat etwas Beruhigendes. Der Spaß steht im Vordergrund“, sagt der Schwarze, der was von Farben versteht. Als Künstler empfindet er sich nicht. Künstler seien die Mitglieder der Kraiburger Künstlergruppe.

Wenn er die Zeit dazu fand, hat der ehemalige Minister schon immer gemalt. Mit Acrylfarben zuhause in seinem sonnigen Wintergarten. Dazu hört er klassische Musik. Er nimmt Bilder als Vorlage.

Die Lieblingsmotive des Tierarztes

sind Großkatzen

Und wie kommt der Kulturmensch Huber auf seine Motive? Da kommt die Affinität des promovierten Tierarztes zu Tieren zum Tragen. Speziell die Großkatzen haben es ihm angetan. Er kann ein Tier „lesen“, den Ausdruck deuten. Großkatzen faszinieren ihn, ihre Art sich zu bewegen und zu jagen, ihre Anmut. Auf einem großen Gemälde, das im Bürgerbüro in Ampfing hängt, hat er versucht, das einzufangen: Es zeigt einen Tiger auf einem Weg am Waldrand, der nach Beute sucht. Der Tiger sieht friedlich aus, aber trauen kann man einem wilden Tier sicher nie.

Luchs, Bär und Wolf – in Kraiburg stellt Huber drei Werke aus

Der Politiker, dessen Bilder früher auch in München, im Umweltministerium und in der Staatskanzlei hingen, wird auch bei der Ausstellung in Kraiburg eine Großkatze zeigen, einen Luchs, außerdem einen Bär und einen Wolf, Tiere, die ihn auch in seiner Zeit als Kabinettsmitglied beschäftigt haben.

Das ist sicher: Neben seinen anderen Hobbys, Radfahren, Musizieren und Krippenbau, wird sich Marcel Huber auch künftig in Mußestunden der Malerei von Tieren widmen. Und so schnell werden ihm die Motive nicht ausgehen. Derzeit arbeitet er an einem kleineren Tier, nämlich an einer Ziege.

Die Bilder Hubers und die vieler anderer Künstler sind ammorgigen Samstag von 11 bis 17 Uhr und am Sonntag von 13 bis 17 Uhr im Bischof-Bernhard-Haus in Kraiburg zu sehen. Der Eintritt ist frei.

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