Bürgerantrag gegen Gewerbegebiet

von Redaktion

Die Kritik an der Ausweisung eines neuen Gewerbegebiets bei Thann ist nicht neu. Jetzt hat Lisa Sieber im Gemeinderat einen Bürgerantrag gegen das Vorhaben eingebracht.

Aschau – Das acht Hektar große Gewerbegebiet südlich und nördlich der Staatsstraße 2352 im Aschauer Ortsteil Thann sorgt im Dorf seit Monaten für kontroverse Diskussionen. Lisa Sieber hat in der jüngsten Gemeinderatssitzung einen Bürgerantrag eingebracht, um das Projekt zu stoppen.

Drei Monate Zeit zur Prüfung des Antrags

Jeder Gemeindebürger kann einen solchen Antrag stellen, ein Prozent der Wahlberechtigten müssen ihn unterschreiben. Der Gemeinderat muss in vier Wochen über dessen Zulassung entscheiden. Danach hat die Gemeinde drei Monate Zeit, den Antrag zu prüfen.

Lisa Sieber und ihre Mitunterzeichner möchten, dass die Gemeinde die Planungen für die Gewerbegebiete Thann Süd und Thann Nord sofort einstellt.

Die Änderung des Flächennutzungsplanes für die vorgesehene Fläche soll nicht weiter verfolgt werden. Die Fläche soll als landwirtschaftliche Nutzfläche erhalten bleiben.

Sieber und ihre Unterstützer sehen weitaus mehr Nachteile als Vorteile in der Ausweisung der Gewerbefläche: Durch Liefer- und Berufsverkehr werde sich das Verkehrsaufkommen erhöhen, wertvolle landwirtschaftliche Flächen würden versiegelt.

Dies erhöhe die Überschwemmungsgefahr, wichtige Bodenfläche gingen verloren, um durch Bindung von CO2 dem Klimawandel entgegenzuwirken. Auch würde durch die Bebauungen dem Artensterben in Fauna und Flora Vorschub geleistet. Gewerbeflächen, so Lisa Sieber, stünden auch in Aschau-Werk zur Verfügung.

Da die Gemeinde Aschau finanziell auf soliden Beinen stehe, verbiete es sich geradezu, wertvolle landwirtschaftliche Flächen einem neuen Gewerbegebiet zu opfern.

Salzeder: Wir planen 20 Jahre voraus

Bürgermeister Alois Salzeder stellte klar, dass ein Bebauungsplan für eine Gemeinde wichtig sei, um für die nächsten 20 Jahre planen zu können. Er betonte, dass er den Bürgerantrag von Lisa Sieber zur Kenntnis nehmen und die Gemeinde ihn bearbeiten werde. hra

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