Aschau – Wer im Sommer schon einmal in der Aschauer Gemeindehalle war, weiß, wie heiß es werden kann. Jetzt hat sich der Gemeinderat mit der Frage beschäftigt, wie die Temperaturen erträglicher werden könnten. Mehrere Alternativen für die Kühlung der Gemeindehalle wurden diskutiert.
Klimaanlage?
Eine Möglichkeit ist der Einbau einer Klimaanlage. Die Kosten betragen 60000 bis 80000 Euro. Gegen diese Variante spricht, dass eine Klimaanlage zu viel Strom verbraucht.
Beschattung?
Eine Beschattungseinrichtung würde sich auf etwa 75000 Euro belaufen, während eine Fotovoltaikanlage 150000 Euro kostet. Dazu kommen 40000 Euro für die Akkus.
Fotovoltaik?
In einer regen Diskussion befürwortete Ernst Doleschal von der CSU die Fotovoltaikanlage, vor allem, weil sich diese nach elf Jahren amortisiert hätte. Josef Edtmüller von der AWG hält die Glaswand für die Hauptursache der Erhitzung. Darum befürwortete er eine Beschattungseinrichtung.
Günter Manz (AWG) ist für die PV-Anlage, will aber bei den Akkus noch abwarten, bis diese technisch ausgereift seien.
Sein Fraktionskollege Christian Mayerhofer schlug ein Schindeldach vor. Er verwies darauf, dass im August kein Schulsport sei, dieser finde in den Sommermonaten auch überwiegend im Freien statt. Dazu kommen zahlreiche Abendveranstaltungen, bei denen die Hitze erträglich sei. Es gehe nur um drei bis vier Wochen im Jahr, in denen es in der Halle zu heiß sei.
Lorenz Salzeder von der CSU widersprach Mayerhofer, an Sommerabenden sei es in der Halle immer zu heiß.
Mit 8:1 Stimmen wurde die Installierung der Fotovoltaikanlage auf dem Dach der Gemeindehalle und der alten Turnhalle beschlossen. Christian Mayerhofer von der AWG stimmte dagegen.
Ob auch eine Beschattungseinrichtung und eine Klimaanlage angeschafft werden sollen, blieb an diesem Abend allerdings offen. Darüber soll in der nächsten Sitzung entschieden werden.