Bürger spenden Laubbäume: Stadt will Lücke im Grünen Ring schließen

von Redaktion

Verwaltung: In einigen Flächen ist Wiederaufforstung derzeit nicht sinnvoll, weil sie noch vom Käfer befallen sind

Waldkraiburg – Mit 200 Laubbäumen, die zwei Privatpersonen spenden, will die Stadt Lücken in städtischen Waldflächen schließen. Profitieren wird ein Bereich im Grünen Ring Nähe Von-der-Tann-Straße/Aussiger Straße. An anderen Stellen ist die Wiederaufforstung noch nicht sinnvoll, weil der Käfer dort wütet.

Das Thema Grünflächen hat in der öffentlichen Diskussion hohe Priorität, auch in Waldkraiburg. Den Forderungen, die vor wenigen Wochen in einer Klimakonferenz mit Jugendlichen laut wurden, will die Stadt nun durch Wiederaufforstung von Lücken im Waldbestand Rechnung tragen. Zwei hiesige Privatpersonen hatten eine Spende von 200Laubbäumen in Aussicht gestellt. Im Umweltausschuss berichteten Carsten Schwunck, der Leiter der Bauabteilung, und Stadtgärtner Christian Stöckl, über die geplante Maßnahme und über Lücken in städtischen Grünflächen, die Schädlinge verursacht haben.

Im Grünen Ring, im Bereich Von-der-Tann-Straße/ Aussiger Straße, hat der Borkenkäfer zugeschlagen. Mehrere Fichten mussten dort zur Schädlingsbekämpfung gefällt werden. Im näheren Bereich sei nun kein Käfer-Befall mehr zu befürchten. Fünf Kiefern, die nach Einschätzung der Fachleute nicht mehr erhaltenswert sind und zwei bereits vorgeschädigte Laubbäume sollen noch entfernt werden. Dann kann die entstandene Lücke kann wieder aufgeforstet werden. Dies soll im kommenden Winterhalbjahr geschehen.

Es ist laut Schwunck die einzige größere städtische Waldfläche, die derzeit für eine Aufforstung in Frage kommt. Denn an einigen Stellen ist die Bekämpfung des Käfer nicht abgeschlossen. Von Schädlingen befallen sind folgende drei weitere Bereiche des Stadtwaldes:

• der Bereich Howaschen, Nähe Nansenweg

• der Dauerwald nahe der Tennisanlage

• der Dauerwald/Industriegrünstreifen in der Nähe des ESB-Geländes.

Auch zwei Flächen im Besitz der Stadtwerke sind betroffen:

• der Brunnenwald östlich von Dillisheim

• ein beliebter Spazierweg zwischen Hart und Stockham. Dort führt das Eschensterben dazu, dass laut Stadtgärtner Stöckl rund 280 Eschen gefällt werden mussten und vermarktet wurden. In diesem Bereich werde überwiegend Laubwald nachgepflanzt.

Viele größere Lücken in Waldgebieten schreiben die Bürger laut Stöckl zu Unrecht der Stadt zu. Sie gehören dem Freistaat. Er nannte als Beispiele Flächen in Waldkraiburg-Süd und im Mühldorfer Hart.hg

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