Taufkirchen – „Einmal Biker, immer Biker“, sagt Josef Huber. Der Pemp, wie ihn alle nennen, ist einer aus der alten Biker-Crew. Seit 40 Jahren ist er Motorradfahrer, Gründungsmitglied des Clubs MFTO, der Motorradfreunde Taufkirchen-Oberneukirchen. Schon 1990 war Huber, der auch einige Jahre Vize-Präsident des Clubs war, bei der legendären Fahrt zur Isle of Man dabei, mit einem Abstecher nach Schottland. „Später war ich noch zweimal bei dem Treffen“, schwärmt der 56-Jährige.
Das Gefühl von Freiheit und Ungebundenheit
„Wenn ich mit meinem Bike unterwegs bin, dann habe ich das Gefühl von Freiheit und Ungebundenheit“, erzählt Josef Huber. Er verdanke dem Club „große Freundschaften mit Gleichgesinnten“, Bikern aus Iserlohn und Penzlin in Mecklenburg-Vorpommern, vom Bodensee und aus Padua, die bei den Treffen immer wieder aufgefrischt werden. Da seien fast familiäre Verbindungen entstanden, findet er. „Wir sind ständig durch Facebook und Instagram verbunden.“
Familie, das ist auch das Stichwort für Thomas Borne Otterstein. Er ist erst seit wenigen Jahren bei den Motorradfreunden. Dem Borne war das gewissermaßen in die Wiege gelegt. Schon sein Opa war überzeugter Motorradfahrer. Und sein Vater tourt gerne in der Freizeit auf zwei Rädern durchs Land. „Das hat sich mit den Genen auch auf mich übertragen.“ Seit drei Jahren fährt der 23-Jährige nun schon mit dem Club auf Treffen. „Im letzten Jahr war ich mit meinem eigenen Bike in Gotteszell dabei.“ Es ist längst nicht mehr selbstverständlich, dass die Jungen zum Motorradclub stoßen. Thomas Otterstein zählt zu denjenigen, die der MFTO braucht, damit er eine Zukunft hat.
Gleichgesinnte jeder Altersgruppe sind zusammen unterwegs
Den jungen Mann „fasziniert am Club vor allem, dass sich Gleichgesinnte jeden Alters dort treffen und zusammen Fahrten unternehmen. Und feiern können sie auch.
Ehrensache, dass er beim Bikerfest mithilft, wie so viele andere, die das Vereins-T-Shirt und ihre Biker-kluft mit Stolz tragen. Unzählige Stunden haben sie geopfert, um das weit über die Landesgrenzen hinaus bekannte Fest für alle Gäste zum Erlebnis werden zu lassen.
Einen großen Beitrag haben Andreas und Hans Maier geleistet, die Zeltplatz und Parkplätze zur Verfügung stellen. Und nicht zuletzt natürlich die Taufkirchner, die Motorengeheul und laute Musik an zwei Abenden akzeptieren.
Pemp Huber kann sich keine schöneren Geräusche vorstellen. Das Bikerfest ist für ihn der Höhepunkt eines jeden Jahres. Er hoffe auch heuer, dass das Treffen für alle Besucher unfallfrei verläuft, damit es im nächsten Jahr ein Wiedersehen gibt.