Aschau – Im Vorbeifahren fällt sie nicht auf und doch spielt sie eine zentrale Rolle: die Viehunterführung in Aschau. Damit kommen die Kühe geradewegs vom Stall direkt auf die Weide. Ein bequemer Weg. Mittlerweile ist die Viehunterführung in die Jahre gekommen, weshalb sie schon bald erneuert wird. Für die Autofahrer bedeutet das einen weiten Umweg.
Die Viehunterführung mitten im Ort hat ihre besten Zeiten hinter sich. Bei einer routinemäßigen Überprüfung kam heraus: Die Statik der Brücke entspricht nicht mehr den Anforderungen und muss deshalb erneuert werden. Eine Sanierung des Bauwerks ist wirtschaftlich nicht möglich, es braucht einen Ersatzneubau.
Die Absperrbaken am Straßenrand sind die ersten Vorboten für den Bau. So unscheinbar die Viehunterführung ist, sie nimmt doch eine zentrale Stelle im Ort ein. Denn mit Beginn der Bauarbeiten wird die Hauptstraße gesperrt. Voraussichtlichen sollen die Arbeiten am Montag, 2. September, beginnen, wie die Gemeinde Aschau auf ihrer Internetseite mitteilt. Die Dauer: Bis Ende November.
Bauherr ist der Landkreis, der dafür 450000 Euro im Haushalt eingeplant hat. Außerdem geht der Landkreis davon aus, dass es für die Maßnahme eine Förderung geben wird. Diese liegt bei etwa 210000 Euro.
Einen großen Bogen werde mit Beginn der Maßnahme der Schwer- und Durchgangsverkehr um Aschau machen. Denn die Umleitungsstrecke verläuft auf Nachfrage beim Landratsamt über die MÜ25 Richtung Ampfing, weiter auf die MÜ40 Richtung Söllerstadt, von der MÜ40 links auf die MÜ15 nach Heldenstein, in Heldenstein rechts auf die MÜ38 Richtung Haun/B12, von der B12 in Haun, weiter in Richtung München auf der B12, auf Höhe Bürg rechts auf die MÜ37 wieder nach Aschau. Die Umleitungsstrecke gilt für beide Richtungen.
Die Viehunterführung an der Hauptstraße ist nicht die einzige in der Gemeinde. Eine zweite liegt ebenfalls an einer Kreisstraße. Entstanden ist diese beim Bau der MÜ25 zwischen Thann und Haigerloh.