Aschau – Die AWG will mit einem eigenen Bürgermeisterkandidaten in die Kommunalwahl 2020 gehen. Dazu gab es ein eindeutiges Votum bei einem Treffen der AWG zu einem Informations- und Sondierungsgespräch für die Kommunalwahl 2020. Bürgermeister Alois Salzeder und die Gemeinderäte standen den interessierten Bürgern aus Aschau Rede und Antwort.
Die AWG stellt bei der Kommunalwahl einen eigenen Bürgermeisterkandidaten. Für die Anwesenden war das kein Thema. Die AWG war deshalb bereits mit mehreren möglichen Kandidaten im Gespräch. Entschieden ist aber noch nicht, wer für die AWG ins Rennen geht. Eine konstituierende Sitzung soll es im Oktober oder November geben, dann soll auch der Kandidat feststehen.
Im weiteren Verlauf des Abends entwickelte sich schnell eine Diskussion über kommunale Schwerpunkte, wie die Ausweisung des neuen Gewerbegebiets im Ortsteil Thann, das weitere Vorgehen über die Nutzung des Gasthauses Pichlmeier und die Planung des Innenbereichs um das Rathaus sowie die zukünftige Mobilfunkversorgung in Aschau.
Eine Infoveranstaltung am Mittwoch, 18. September, in der Gemeindehalle soll den Aschauer Bürgern die Möglichkeit geben, sich zum neuen Gewerbegebiet zu äußern, und soll Hintergründe aufzeigen, wie es zu dieser Entscheidung der Gemeinde Aschau kam.
Ebenso soll sich zeitnah der sogenannte „Pichlmeier Ausschuss“ treffen, um die eingegangenen Vorschläge und Anregungen zu werten und die Planungen voranzubringen.
Ein weiterer Schwerpunkt des Abends war die Mobilfunkversorgung in Aschau. Dass diese besser werden muss, darüber waren sich alle einig. Doch die Vorgehensweise der Anbieter wird nicht von allen toleriert. Die Gemeinde hat vor einigen Jahren ein Standortgutachten erstellen lassen, das nach deren Ansicht noch immer aktuell ist. Dies sollte Grundlage sein für weitere Planungen. Mobilfunkanbieter würden dies allerdings anders bewerten, wie AWG-Sprecher Günter Manz auf Nachfrage sagt.
Freiwillige Frauen und Männer für das Ehrenamt zu finden, werde immer schwieriger, darüber waren sich alle Anwesenden einig. Deshalb war es umso erfreulicher, dass sich nahezu alle Anwesenden vorstellen könnten, sich für die Gemeinderatswahlen zu engagieren. Im Führungskreis der AWG deutet sich ein Umbruch an. Bürgermeister Alois Salzeder hat bereits angekündigt, nicht mehr als Bürgermeister zu kandidieren. Einen Rückzug aus der Kommunalpolitik macht auch Günter Manz, wie er sagt. Wer sonst noch aus der alten Führungsriege aufhöre, sei noch nicht abschließend entschieden.
Die AWG war sich aber bei dem Treffen einig, die Liste für die nächste Kommunalwahl zu verjüngen und Leute zu finden, die mit Überzeugung und Elan die anstehenden Aufgaben angehen wollen.re’hi