Waldkraiburg – Dem geplanten Bau eines Tierkrematoriums in St. Erasmus steht nichts mehr im Weg. Der Ferienausschuss hat grünes Licht gegeben, damit der Flächennutzungsplan und der Bebauungsplan geändert werden. Anfangs gab es Kritik an den Plänen, doch die Wogen bei der Bevölkerung haben sich längst geglättet, die Bedenken gegenüber einem geplanten Tierkrematorium in St. Erasmus sind aus dem Weg geräumt. Mit dazu beigetragen hat ein Informationsabend der Berndt GmbH, außerdem gab es einen Erörterungstermin mit der Regierung von Oberbayern (wir berichteten).
Damit gab es auch für den Ferienausschuss nicht viel zu überlegen, den Beschluss des Bau-, Verkehrs- und Umweltausschusses aufzuheben und dem Antrag auf immissionsschutzrechtliche Genehmigung zur Errichtung eines Tierkrematoriums stattzugeben.
Kürzlich gab es zudem einen Ortstermin mit dem Landesamt für Denkmalpflege. Auch von dieser Seite gibt es keine Einwende gegen den geplanten Bau. Aufgrund der bestehenden Bebauung sowie der hohen Bäume werde es keine denkmaleinschränkende Sichtbeziehung zwischen der Kirche in St. Erasmus und dem Kamin des geplanten Tierkrematoriums geben. Der Betreiber sagte außerdem zu, dass der Kamin in einer dezenten unauffälligen Farbe gestrichen werden soll.
Damit können für den Bau die nächsten Verfahrensschritte auf den Weg gebracht werden. Der Flächennutzungsplan soll in diesem Bereich geändert werden in „Sondergebiet Tierkrematorium“ statt „Sondergebiet Tierkörperverwertung, Biogasanlage“. Parallel dazu soll auch der Bebauungsplan entsprechend geändert werden. Die Entscheidung zur Änderung des Flächennutzungsplans fiel einstimmig, bei der Änderung des Bebauungsplans gab es eine Gegenstimme. hi