Waldkraiburg – Aufgerissener Asphalt, provisorisch repariert – die Schäden an der Siemensstraße sind nicht zu übersehen. Zuletzt haben auch eine Baumaßnahme und die Verlegung einer Fernwärmeleitung ihre Spuren hinterlassen. Jetzt wird es Zeit, die Fahrbahn wieder instand zu setzen. Im Oktober sollen bereits die Arbeiten starten, bis Ende des Jahres wieder abgeschlossen sein.
Schon länger steht die Instandsetzung der Siemensstraße zwischen Grüner Weg und Adalbert-Stifter-Weg auf der Agenda der Stadt. Jetzt soll es endlich so weit sein, nachdem eine Baumaßnahme und die Verlegung einer Fernwärmeleitung abgeschlossen sind. Deshalb haben die Stadtwerke nach Abstimmung mit der Stadt die Fahrbahndecke auch nur provisorisch wiederhergestellt, wie Bürgermeister Robert Pötzsch (UWG) im Ferienausschuss erklärte. Der Investor einer Hochbaumaßnahme stellt vertragsgemäß die vereinbarten Parkbuchten und die öffentlich zu widmenden Nebenflächen her.
Neue Asphaltschicht
auf einer Länge von
rund 200 Metern
Was nun genau gemacht werden muss, das stellte Ingenieur Robert Behringer dem Ferienausschuss vor. Auf einer Länge von knapp 200 Metern wird die Asphaltschicht erneuert, auch Randsteine und Teile der Entwässerung werden instandgesetzt. An manchen Stellen sei es nötig, den Asphalt komplett auszubauen und zu erneuern. An manchen Stellen sei es hingegen ausreichend, den Asphalt abzufräsen. Außerdem werden drei neue Sinkkästen eingebaut.
140000 Euro hatte die Stadt für die Maßnahme im Straßenbauprogramm einkalkuliert, doch das wird nicht ganz reichen. Das liegt daran, weil zunächst nicht abschätzbar war, in welchem Umfang Teile der Entwässerung erneuert werden müssen. Für die Stadt Waldkraiburg fallen Instandsetzungskosten von rund 174000 Euro an. Der voraussichtliche Anteil der Stadtwerke für die endgültige Wiederherstellung der Asphaltdeckschicht im Bereich des Leitungsgrabens liegt bei rund 25500 Euro.
Baumaßnahme für Parkplatz hat sich verzögert
Die Zeit eilt: Baubeginn soll bereits Anfang Oktober sein, bis Ende des Jahres alles fertig sein, erklärte Behringer. Aktuell läuft eine beschränkte Ausschreibung, das Ende der Zuschlagsfrist ist am 3. Oktober. Weil aber bis dahin weder der Bau-, Verkehrs- und Umweltausschuss noch der Stadtrat zusammenkommen, dennoch aber rechtzeitig mit dem Bau begonnen werden soll, soll Bürgermeister Robert Pötzsch (UWG) die Ermächtigung bekommen, anstelle des Stadtrats die Vergabe der Bauarbeiten durchzuführen.
Ein Punkt, über den sich Anton Sterr (CSU) ärgerte. „Es funktioniert nicht, dass Planung und Submission zur rechten Zeit abgeschlossen sind, sodass der Ausschuss die Zahlen hat.“ Es müsse doch möglich sein, Planungen so zu machen, dass die Ausschüsse beteiligt würden. „Die Verwaltung muss besser werden.“ Planungen und Maßnahmen sollten im Jahreszyklus so gestaltet werden, dass „die Dinge auf dem Tisch liegen“.
Kritik, die Carsten Schwunck, Leiter der Stadtentwicklungs- und Bauabteilung, nachvollziehen konnte. Doch Planungen für die Verwaltung gestalten teilweise etwas schwierig, sobald Dritte involviert seien. In diesem Fall habe sich die Baumaßnahme für den Parkplatz des Investors verzögert. Außerdem habe die WSGW andere Planungszyklen. „Die Stadt tut sich schwer.“ Mit 13:0 stimmte der Ferienausschuss für die Maßnahme an der Siemensstraße.