Stromtankstelle mit neuem Konzept

von Redaktion

Ferienausschuss Schnellladesäule in Zusammenarbeit mit der Sparkasse geplant

Waldkraiburg – In Mühldorf gibt es welche, auch in Ampfing und Aschau können Autofahrer Energie tanken. Waldkraiburg ist bislang noch ein weißer Fleck auf der Landkarte, was Stromtankstellen für Autos betrifft. Das kann sich aber schon bald ändern. Denn die Stadtwerke planen – möglicherweise in Zusammenarbeit mit der Sparkasse Altötting-Mühldorf – eine Schnellladesäule am Stadtplatz, gesponsert durch Werbung.

Bürgermeister Robert Pötzsch (UWG) erklärte im Ferienausschuss, dass aktuell die Stadtwerke in Zusammenarbeit mit einem Büro noch ein E-Mobilitätskonzept entwickeln. Dieses stehe kurz vor dem Abschluss. Der geplante Standort am Stadtplatz würde aber vom Grundsatz her passen. Das Konzept soll gesondert im Stadtrat diskutiert werden.

Entstehen könnte eine Multifunktionsstele, die zum einen ein zentrales Logoelement enthält, zum anderen ein Kommunikationselement mit integriertem Lautsprecher. Über diesen Bildschirm sei eine wechselnde Werbung möglich. Zwei mögliche Standorte kommen dafür am Stadtplatz in der Nähe der Sparkasse infrage: Entweder am Eck direkt vor der Sparkasse oder am Eck vor dem Versichertenbüro, dort wo jetzt ein Behindertenparkplatz ist. Die Ladesäule würde zwei Stellplätze bedienen, die dann für E-Autos reserviert sind. Andere Autos müssen dann woanders parken. Über die Werbung würde sich die Ladesäule finanzieren, erklärte Carsten Schwunck, Leiter der Stadtentwicklungs- und Bauabteilung. „Bislang ist es mit der Sparkasse aber noch nicht final geklärt.“

Eine Entscheidung pro Werbung zieht aber einen weiteren Antrag nach sich. Denn im Innenstadtbereich sind sämtliche Werbeanlagen zustimmungspflichtig und eine Werbung nur am Ort der Leistung erwünscht.

Schwunck favorisierte den Standort vor dem Versichertenbüro entlang des Flachbaus der Sparkasse, weil auf diese Weise die Sicht der Autofahrer nicht behindert werde.

Bildschirm mit

wechselnder Werbung

Kleiner Nachteil: Der Behindertenparkplatz muss verlegt werden. Der rückt dann zwei Stellplätze nach links, um den Stellplätzen für die Schnellladesäule Platz zu machen.

Anton Sterr (CSU) begrüßte die Idee, am Stadtplatz eine Schnellladesäule zu installieren. „Das wäre die erste Einrichtung für E-Autos. Die Sparkasse soll das auf alle Fälle machen“, bekräftigte er. Die Werbesatzung der Stadt spielte für ihn keine entscheidende Rolle. „Die Ladestation ist wichtiger“, betonte er.

Der Ferienausschuss hat damit in seiner Sitzung eine Grundsatzentscheidung zur E-Mobilität in der Stadt getroffen. Und die fiel auch eindeutig aus. Gegenstimmen dazu gab es nämlich nicht.

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