Nadvornik für die CSU

von Redaktion

Sportmoderator will als Bürgermeister kandidieren

Waldkraiburg – Moderator Wolfgang Nadvornik will für die CSU als Bürgermeisterkandidat in Waldkraiburg antreten. „Es ist cool, diese Gelegenheit zu bekommen“, sagt er. Die erste Hürde hat er bereits genommen. Am Donnerstag hat ihn der CSU-Vorstand als Kandidat einstimmig bestätigt. Offiziell nominiert werden soll er im Oktober.

Mit Wolfgang Nadvornik fordert ein bekanntes Gesicht Bürgermeister Robert Pötzsch (UWG) heraus. Er war lange Zeit Sportmoderator für die ARD und den Bayerischen Rundfunk, aktuell moderiert er bei Eurosport.

Nun also ein Wechsel vom Sport in die Kommunalpolitik? Von Stadtratsmitgliedern sei er angesprochen worden, ob er sich eine Kandidatur vorstellen könne. Ja, er kann. Nicht nur er kann es sich vorstellen, auch der CSU-Ortsverband. Der stimmte nämlich geschlossen für Nadvornik als Kandidat für die Bürgermeisterwahl. „Ich habe mich dem Ortsverband vorgestellt, viele kannte ich vorher nicht. Das einstimmige Ergebnis macht mich stolz.“

Er ist hier aufgewachsen, sei noch immer hier verwurzelt und fühlt sich „mit Leib und Seele als Waldkraiburger“. Aus Waldkraiburg sei er weggegangen, weil sich für ihn woanders andere Möglichkeiten ergeben hätten.

Seine Mutter wohnt noch immer in der Stadt, deshalb hat er den Kontakt nach Waldkraiburg nie verloren. „Ich kenne Waldkraiburg aus den 1970er-, 1980er- und 1990er-Jahren. Es geht immer mehr bergab mit der Stadt.“ Deshalb soll sich nun was ändern.

Keine schwarze
Politik machen

„Ich will keine schwarze Politik machen.“ Es geht ihm um Inhalte, darum, gute Ideen aller Parteien zu sammeln und zum Wohle Waldkraiburgs umzusetzen. Dazu müssten alle Stadträte, egal welcher Partei, gut zusammenarbeiten, um aus ihren Vorstellungen das Beste daraus zu machen. Er ist überzeugt davon, dass er die Leute zusammenbringen kann.

Bislang hat sich der 49-Jährige aus der Politik rausgehalten. Bis zu seiner Bestätigung als Kandidat war er noch nie Mitglied in einer Partei, jetzt ist er bei der CSU. Dennoch fühle er sich nicht als Politiker, sondern als Mensch, der für Ideen begeistern und Leute überzeugen könne.

Genau das will er in Waldkraiburg schaffen: „Ich bin gespannt, ob Waldkraiburg zu begeistern ist – auch diejenigen, die ohne Motivation oder ohne Job sind.“ Hilfreich könnten auch seine Kontakte sein, die er in seinem Berufsleben bislang geknüpft hat und gerne nach Waldkraiburg mitnehme.

Wolfgang Nadvornik ist oft in Waldkraiburg, wohnt aber mit seiner Familie in Neufarn bei Anzing. Aus familiären Gründen sei ein Umzug nicht möglich. Sein Sohn macht bald Abi, seine Frau arbeitet in München, das jüngste Kind hat seine ersten Tage in einer Kinderkrippe.

Das Wahlrecht sieht nicht vor, dass ein Bürgermeister seinen Hauptwohnsitz in der Kommune oder in dem Landkreis haben muss, in dem er kandidiert. „Ich muss nicht in Waldkraiburg wohnen, um hier zu arbeiten. Wenn die A94 fertig ist, sind es nur 25 Minuten hierher.“ Außerdem habe er immer noch die Möglichkeit, bei seiner Mutter zu übernachten. „Auch ein Fußballtrainer kann einen guten Job machen und im Hotel wohnen“, schlägt Nadvornik die Brücke zum Sport.

Als Bürgermeister will er etwas bewegen

Seine Motivation ist klar: Nicht, weil er einen Job brauche, sondern weil er als Bürgermeister etwas bewegen will. „Ich trete nicht an, um Zweiter zu werden.“ Auch mit dem Wissen, dass es schwierig werde, einen amtierenden Bürgermeister herauszufordern.

„Wir sind froh, dass wir ihn haben. Er ist ein guter Kandidat“, ist Ortsvorsitzender Karl Heinz Stocker überzeugt. Der Vorstand hat Nadvornik einstimmig beschlossen, jetzt fehlt nur noch die Nominierungsversammlung. Die ist am 21. Oktober um 19.30 Uhr im Haus der Kultur.

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