Waldkraiburg – Noch immer stecken in fast jeder Tafel Schokolade Hunger, Armut und Kinderarbeit. Diesem Missstand widmet sich die Ausstellung des Netzwerkes Inkota „Make Chocolate Fair!“. Das Netzwerk setzt sich für verbesserte Arbeits- und Lebensbedingungen für Kakaobauernfamilien ein und fordert das Ende ausbeuterischer Kinderarbeit.
Die Ausstellung wurde von der Steuerungsgruppe „Fairtrade Stadt Waldkraiburg“ nach Waldkraiburg geholt. Sie ist zuerst am morgigen Dienstag, 10. September, bis zum Freitag, 27. September, im Foyer des Rathauses zu sehen. Danach wandert sie bis zum Montag, 14. Oktober, ins Gymnasium Waldkraiburg.
In der Ausstellung erfahren die Besucher, wie aus Kakaobohnen Schokolade wird und unter welchen Bedingungen Kakao angebaut wird. Warum essen Kakaobauern keine Schokolade? Wer bekommt wie viel vom Gesamtpreis einer Schoko-Tafel ab? Löst der faire Handel die Probleme im Schokoladengeschäft, und wenn ja – wie?
Auf sechs Ausstellungstafeln beantwortet die Wanderausstellung die wichtigsten Fragen rund um den süßen Genuss und die bittere Wahrheit über Schokolade. Anhand von Texten, Bildern und Grafiken werden die schwierigen Lebensbedingungen der Kakaobauern in Westafrika dargestellt.
Außerdem wird die Verantwortung von Schokoladenunternehmen und der Politik thematisiert und es werden Handlungsmöglichkeiten aufgezeigt, wie jeder selbst aktiv werden und sich für fair hergestellte Schokolade engagieren kann.
Anhand von Schokolade möchte die Steuerungsgruppe „Fairtrade Stadt Waldkraiburg“ am konkreten Beispiel die Grundsätze des fairen Handels zeigen, die auf ergänzenden Tafeln dargestellt werden.
Jeder hat es täglich in der Hand, ob er durch sein Einkaufsverhalten ausbeuterische Kinderarbeit fördert oder faire Handelsbeziehungen, bei den die Bauern so viel verdienen, dass sie auf Kindersklaven verzichten und ihre Kinder zur Schule schicken können.