1302 Stunden geöffnet, 71018 Besucher

von Redaktion

Nach einer durchwachsenen Saison fällt die Bilanz des Waldbades zufrieden aus

Waldkraiburg – Der Sommer war nicht so, wie er hätte sein können. Das hat sich auch auf die Besucherzahlen im Waldbad ausgewirkt. Knapp zehn Prozent weniger Gäste als noch im Jahr zuvor. Angesichts der durchwachsenen Witterung ist Herbert Lechner, Geschäftsführer der Stadtwerke, aber trotzdem „ganz zufrieden“ mit der Freibadsaison.

Juni war

phänomenal

„Das Wetter hat uns einen Strich durch die Rechnung gemacht“, bringt er es gleich auf den Punkt. Keinen guten Start erwischte das Freibad im Mai. Die Vorsaison im Waldbad startete mit „eiskalten“ Temperaturen, insgesamt waren es im Mai nur 4300 Besucher. Mit einer durchschnittlichen Temperatur von nur 16 Grad sei es der kälteste Mai seit 2001 gewesen. Besser dann der Juni: „Der war phänomenal.“ Das spiegelte sich auch in den Besucherzahlen – 30148 Gäste, davon kamen allein in der letzten Juni-Woche 10566 Gäste. Nicht mitgezählt sind die Besucher des Waldbadfestes.

Im Juli und August wieder erneut das Pech mit dem Wetter. 17536 Gäste im Juli, von August bis Saisonende waren es 18994 Besucher. Mit insgesamt 71018 Gästen zählt das Jahr 2019 zu einem der schwach besuchten Jahre. Insgesamt hatte das Waldbad an 126 Tagen geöffnet, insgesamt waren es 1302 Stunden.

Die Gründe für den Besucherrückgang lassen sich nicht nur mit der kühlen Witterung erklären. Auffällig sei, dass Gäste ihren Besuch von einer Wetter-App abhängig machen. „Früher sind die Leute ins Freibad gefahren, heute verzichten sie darauf, wenn für nachmittags Gewitterneigung angekündigt ist“, sagt Robert Kratzenberg, Bereichsleiter Sportanlagen bei den Stadtwerken. Aber nicht nur das Wetter spielt bei den Besucherzahlen eine Rolle. „Seit etwa 20 Jahren gibt es keine Spitzenwerte mehr. Das trifft auf die ganze Freibadbranche zu.“ Hinsichtlich des Freizeitverhaltens habe sich viel verändert, das Angebot sei größer geworden. Vielleicht sei aber auch bei manchen Gästen die Parkplatzsituation ein Hemmschuh.

Gut angenommen worden sei das Angebot, dass das Waldbad wieder früher geöffnet hatte. Dank der Unterstützung vom Förderverein konnten Schwimmer eine Stunde früher ihre Bahnen ziehen, an schulfreien Tagen sogar zwei Stunden früher.

Überraschend ist, woher die Besucher des Waldbads kommen. „Etwa 95 Prozent kommen aus Waldkraiburg, die restlichen kommen aus den umliegenden Gemeinden. Nur vereinzelt sind die Leute von weiter weg“, sagt Herbert Lechner. Obwohl Wellenbecken und ein Zehn-Meter-Turm in der Region nur schwierig zu finden sind, seien diese Attraktionen nicht so stark bei den Besucherzahlen absehbar wie vermutet.

Größere Zwischenfälle gab es während der Saison nicht, ein Blitzschlag hat aber technischen Schaden angerichtet. Betroffen waren die beiden Uhren, die Lautsprecheranlage und die Telefonanlage. Nicht alles konnte bereits repariert werden, wie zum Beispiel die große Uhr am Wellenbecken. Die Herausforderung sei nun, neue technische Bauteile mit der alten Uhr zusammenzubringen.

Während das Waldbad winterfest gemacht wird, ist in der Eishalle bereits Betrieb. „Das war eine Punktlandung ohne Nachtschicht“, sagt Lechner. Auch die Vorbereitungen für die Schulschwimmhalle laufen, dort soll am 5. Oktober bereits das erste öffentliche Schwimmen sein. „Das Angebot wird sehr gut angenommen. Tendenz nach oben“, sagt Lechner.

Auch beim Förderverein Waldbad ist man begeistert, wie groß der Zuspruch zum Waldbad gewesen sei. Mit der Unterstützung durch Rettungsschwimmer hätte das Freibad verlängerte Öffnungszeiten anbieten können. „Die Leute sind bereit, etwas für das Waldbad zu tun. Das ist der richtige Weg“, sagt Vorsitzender Erich Zabelt. Dank der Kooperation mit Stadtwerken, Firmen und dem Förderverein seien unterschiedliche Spendenaktionen geglückt.

Der Förderverein selbst hatte in diesem Jahr Pech mit dem Wetter.: Mehrere ihrer Veranstaltungen im Waldbad habe es „wettermäßig erwischt“.

Schließfächer leeren

Wer sein Schließfach im Waldbad noch nicht geleert hat, hat bis Ende September Gelegenheit dazu. Von Montag bis Freitag zwischen 8 und 12 Uhr können die Sachen abgeholt werden.

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