Gut fürs Klima

von Redaktion

Wenigstens ein versöhnlicher Abschluss? Nein, nicht mal der war den Stadtwerken und den Besuchern des Waldbads vergangenes Wochenende vergönnt. Statt zum Ende der Sommerferien sich im Wellenbecken treiben zu lassen oder ganz mutig wenigstens einmal vom Fünf-Meter-Turm zu springen, haben viele wahrscheinlich nicht mal einen Schritt vor die Tür gewagt. Regen, nichts als Regen. Was für ein trostloser Sonntag. Kaum startet die Schule, ist alles wieder ganz anders.

Ein Auf und Ab, das durchaus charakteristisch für die diesjährige Badesaison ist. Kalt gestartet, dann ein super Juni, Juli und August durchwachsen und zum Ende dann der Dauerregen und jetzt wieder sommerliche Temperaturen. Mit 71018 Besuchern ist Herbert Lechner aber „ganz zufrieden“. Nicht mal zehn Prozent weniger als im Jahrhundertsommer 2018. Wer weiß, wie viele gekommen wären, hätten Juli und August mitgespielt.

Aber die Besucherzahlen mal zur Seite gelegt. Das Wichtigste ist doch: Nächstes Jahr geht es wieder weiter im Waldbad. Dann hoffentlich mit mehr Sonnentagen als dieses Jahr.

Weiter gehen sicherlich auch die Diskussionen um die geplante Erweiterung des Gewerbegebiets nördlich der Daimlerstraße. Die Argumente beider Seiten – Industrie und Anwohner – liegen auf dem Tisch. Jetzt gilt es einen Kompromiss zu finden, mit dem alle leben können. Doch wie sieht der aus? Die Firmen brauchen die Flächen für eine weitere Entwicklung, Anwohner und eine Bürgerinitiative wollen das Waldstück als Lärmschutz, für den Klimaschutz und als Naherholungsgebiet erhalten.

Keine leichte Aufgabe, so viel ist klar. Werner Meisenecker, Geschäftsführer der WSGW, war bei der Podiumsdiskussion im Haus der Kultur jedenfalls „froh, dass die WSGW keine Grundstücke an der Schilcherlinie hat“.

Debatten um Klimaschutz sind gut und wichtig. Nicht erst seit Greta Thunberg und der Fridays for Future-Bewegung. Die Leuten trennen fleißig ihren Müll, versuchen Verpackung zu vermeiden oder lassen das Auto in der Garage. stehen, aber an einem Punkt wollen sich die wenigsten beeinflussen lassen: Urlaub.

Wer das ganze Jahr arbeitet, freut sich natürlich auf die Auszeit im Sommer. Urlaub am Gardasee oder an der Ostsee ist ja schön und gut, aber es darf auch mal etwas anderes sein. Nach Übersee zum Beispiel, Asien oder Afrika. Wer aber nicht gerade vorhat, die Meere mit dem Segelschiff zu überqueren, der kommt am Flugzeug kaum vorbei.

Daran wird sich wohl auch künftig nicht viel ändern, aber man sollte sich bewusst sein, welchen ökologischen Fußabdruck eine solche Reise hinterlässt. Statt eines Kurztrips zum Christmas-Shopping nach New York ist es einfach besser, vor Ort einzukaufen. Gut für das Klima und gut für die heimische Wirtschaft.

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