Waldkraiburg – Was in der hohen Politik nur langsam in Bewegung gerät, das praktizierten die Klassen der Graslitzer-Schule als erste im Landkreis hautnah und erfolgreich mit dem Programm „Prima Klima Kids“. In Zusammenarbeit eines mobilen Teams von Umweltmultiplikatoren des Bund Naturschutz der Kreisgruppe Mühldorf, der Fachstelle für Klimaschutz im Landratsamt und den engagierten Lehrkräften der Schule wurde diese Initiative umgesetzt.
Wie der ökologische Fußabdruck kleiner werden kann
Mit dem Thema „Was ist Energie und woher kommt sie?“ beschäftigten sich die Klassen 2 bis 4, die der Frage nachgingen, welche Quellen der Energieerzeugung genutzt werden, welchen Einfluss dies auf das Klima und die Erde hat und wie sich Energie einsparen lässt. „Das war cool, als ich mit der Gießkanne das Wasserrad bewegen konnte und so ein Gewicht hochgehoben habe“, so eine Schülerin aus der 4B. Einfach super fanden andere den Wind, der mit der Ballonpumpe entstand. Seine Stärke wurde natürlich gemessen.
„Das muss ich daheim erzählen, wie die Solarautos flitzten. Auch der Windgenerator hat mir gefallen, der farbig leuchtet, wenn man ihn anbläst“, erklärte ein besonders interessierter Teilnehmer.
Anspruchsvoller waren schließlich die Beobachtungen in Modul III, das den Einfluss des Menschen auf die Umwelt aufzeigte, den sogenannten „ökologischen Fußabdruck“. Darunter konnten sich die Viertklässler zunächst wenig vorstellen. Erst als ihnen Lucia Karrer vom „Prima Klima Kids“- Team erläuterte, dass die Klassen damit deutlich machen sollten, wie viel „Natur“ jeder Einzelne pro Jahr mit seiner Lebensweise verbraucht und welchen Einfluss jeder auf die Umwelt hat, war klar, dass der „Fußabdruck“ ein Maß für den Verbrauch an Ressourcen durch Wohnen, Ernährung, Konsum und Mobilität ist. In überzeugender Weise demonstrierte Karrer: „Nicht alle unsere riesigen Fußabdrücke haben Platz auf diesem blauen Tuch, das unseren Planeten Erde darstellt!“ „Wir leben eben auf zu großem Fuß!“, meinte dazu Hildegard Braun, Initiatorin des Programms an der „Grasi“. „Dann müssen wir eben unsere Abdrücke kleiner machen!“, kam die prompte Antwort aus der Klasse. Gesagt, getan. Mit Feuereifer machten sich alle daran, persönliche Einsparmaßnahmen in den vier Bereiche vorzunehmen, sodass binnen kurzer Zeit mittels ihrer Handabdrücke der ökologische Fußabdruck verkleinert werden konnte. „So können wir unserer Erde und damit uns allen helfen!“, versprachen die Kinder im Klassenchor.