„A große Speiskammer“

von Redaktion

Was mich freut, was mich ärgert Stolz auf Dorfkramerei

Unterreit – „Unsre Dorfkramerei is wia aa große Speiskammer, ois konnst hom wos’d zum Leben brauchst“ – so bezeichnen viele Dorfbewohner aus Stadl in der Gemeinde Unterreit das kleine Geschäft von Andrea Mayerhofer. Und ihnen ist klar, wie wertvoll so ein Geschäft in der heutigen Zeit ist, in der besonders in ländlichen Gebieten Lebensmittelgeschäfte immer weniger werden – teils weil die Rentabilität nicht mehr gegeben ist oder keine Nachfolger mehr zu finden sind.

Nicht so in Stadl, da gibt es den „Kauftreff ums Eck“ seit nunmehr 16 Jahren. Die Besitzerin, die schon als Kind immer von einem Laden geträumt hat, wie sie selbst sagt, ist stolz auf ihre „Kramerei“. Mit dem Anbau am bestehenden Wohnhaus wurde ihr Traum erfüllt. Andrea Mayerhofer legt viel Wert auf die Bezeichnung „Kramerin“ und kann mit ihrem reichhaltigen Sortiment die Wünsche der Kundschaften meist erfüllen: Ob Brot, Wurst, Spirituosen, Zeitschriften oder Haushaltswaren, das alles bietet der Laden an. Fleischbestellungen sowie die Bestellung von Bioprodukten werden angenommen und schnellstmöglichst ausgeliefert. „Es ist einfach alles unkompliziert. Ich kann sogar während des Kochens noch schnell zur Kramerin laufen“, freut sich eine Kundin. Eine andere, Traudl Radtke, ist voll des Lobes: „Ich bin froh, dass es diesen Laden gibt. Ich bin aus gesundheitlich Gründen nicht mehr voll belastbar, werde aber sogar von der Andrea beliefert, wenn es mir nicht so gut geht“. Kunde Thomas Schirlitz meint: „Der Dorfladen ist wichtig und für uns bequem. Denn: Die Bedienung geht schnell und der Parkplatz ist direkt vor dem Haus.“ Außerdem gebe es immer wieder Alltagstipps. „Dem Austausch von Kochrezepten und einer Plauderei steht auch nichts im Weg.“ Und wenn Andrea Mayerhofer im Urlaub ist? „Dann geht im Dorf einfach etwas ab“, sagt Schirlitz.

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