Waldkraiburg – „Wir sind die Neuen hier an der Beethovenschule und geben unser Bestes, damit alles läuft und es den Kindern an unserer Schule gut geht.“ Mit diesen Worten stellte Maria Franz sich sowie Astrid Geiszer und Stephanie Schmitt, ihre beiden Mitstreiterinnen in der erweiterten Schulleitung, bei der offiziellen Amtseinführung vor. Die 30-jährige Konrektorin wollte erst gar keinen Zweifel aufkommen lassen: Das neue Schuljahr ist prima angelaufen. Selbst beim Stundenplan gab es keine Pannen.
Erst vor vier Wochen erfahren, dass sie Schulleiterin wird
Dabei erfuhr Franz erst am 20. August, dass sie neue Konrektorin in der Beethovenschule wird. Und damit als kommissarische Schulleiterin alle Rechten und Pflichten einer Rektorin hat und Verantwortung für 183 Kinder in neun Klassen übernimmt. Trotz mehrerer Ausschreibungsdurchgänge war es nicht gelungen, die Rektorenstelle, die mit dem Abschied von Margit Lang frei wurde, neu zu besetzen (wir berichteten).
So beängstigend diese lange ungeklärte Situation für einige Mitglieder der Schulfamilie auch gewesen sein mag, es könnte sich auch als Glücksfall erweisen, meinte Schulrätin Gabriele Rottmüller. Denn: „Das neue Team macht seine Sache außerordentlich gut.“ Rottmüller wünschte der neuen Schulleitung „Kraft, Ausdauer und den Mut, Neues zu wagen“.
Die Aufgaben sind bereits verteilt. Die Zusammenarbeit mit dem zwölfköpfigen Kollegium und der Sekretärin lässt sich aus Sicht von Maria Franz sehr gut an. Sie fühle sich bestens unterstützt, sagt die „Neue“, die das R rollt, wie es nur die Franken können.
Zuletzt drei Jahre
als Lehrerin in
Traunreut unterrichtet
In Unterfranken hat die Lehrerin, die aus Würzburg stammt, ihr Referendariat gemacht. Danach unterrichtete sie drei Jahre in Traunreut, an der „Sonnenschule“ in St. Georgen.
Die Erfahrungen, die sie dort gemacht hat, werden ihr in der neuen Aufgabe zugutekommen. Traunreut hat eine ähnliche Geschichte und Bevölkerungsstruktur wie Waldkraiburg.
Maria Franz, die gerne sportelt, in die Berge geht, Reisen unternimmt und arbeitet, hat im neuen Schuljahr keine eigene Klassenleitung, freut sich aber schon darauf, in einigen Klassen unter anderem Sport und Englisch zu unterrichten. „Nur Büro ist auch nicht meins.“
Der Schulleiter, der alles alleine macht, ist ein Auslaufmodell
Der Schulleiter, der alles alleine macht, wird auch in der Grundschule langsam zum Auslaufmodell. Die erweiterte Schulleitung, die seit Langem in Gymnasium und Realschule eingeführt ist, ist auch hier im Trend. In der Beethoven-Schule werden Astrid Geiszer und Stephanie Schmitt unterstützend tätig sein. Die 41-jährige Geiszer ist mit einigen Unterbrechungen schon seit dem Schuljahr 2006/2007 an der Schule. Die 29-jährige Schmitt unterrichtete zuletzt fünf Jahre an der Graslitzer-Grundschule.
Bürgermeister Robert Pötzsch hieß die neue Schulleitung willkommen und sagte eine gute Zusammenarbeit zu, ebenso wie der Elternbeiratsvorsitzende Sebastian Immenroth.
Wie sie, so freute sich auch Schulamtsdirektor Hans Wax über eine gute Lösung für die Beethoven-Schule. „Jetzt haben wir wieder Ruhe in Waldkraiburg. Jetzt sind alle Schulen mit funktionierenden Schulleitungen besetzt.“