„Hoch mit dem Klimaschutz, runter mit der Kohle!“ Und: „Wir sind hier, wir sind laut, weil ihr uns die Zukunft klaut!“ Die bekannten Parolen skandierten Teilnehmer der „Fridays for Future“-Demo am Freitagnachmittag auf ihrem Zug durch Waldkraiburg. 200 Demonstranten nach Polizeiangaben, 250 laut Veranstaltern, waren gekommen, um für den Klimaschutz zu protestieren. Dennis Uzon von der „Fridays for Future“-Kreisgruppe forderte bei der Kundgebung am Rathaus unter anderem vom Landkreis den Ausbau des ÖPNV auch in kleineren Dörfern und von der Stadt, die Pläne für die Rodung von Waldflächen „zugunsten von Wirtschaftsinteressen“ fallen zu lassen. Besonders großen Applaus gab es, als ein Teilnehmer Mitglieder der AfD aufforderte, die Versammlung zu verlassen. „Rechtsextreme“ und Leugner des Klimawandels hätten auf der Veranstaltung nichts verloren. Neben Schülern, der Großteil aus dem örtlichen Gymnasium, waren viele Erwachsene gekommen, um das Anliegen zu unterstützen. Auch mehrere Organisationen waren vertreten, Gewerkschaften, Parteien, marxistische Splittergruppen, deren Vertreter das Wort ergriffen. Die politischen Gruppen hatte Versammlungsleiterin Monika Ott aufgefordert, die Transparente einzurollen oder hinten mit zulaufen. Keiner der Redner erntete so viel Beifall wie die 17-jährige Nina Lode (Foto oben), die ihr eigenes Konsumverhalten kritisch beleuchtete, um dann deutliche Kritik an der Politik zu üben: „Wie krank ist es, dass wir auf die Straße gehen müssen, damit die Leute, die oben sitzen, merken, dass hier was falsch läuft. Wir wollen, dass sich was ändert.“Fotos Meier/Text Grundner