Schwer im Gesicht verletzt

von Redaktion

26-Jähriger greift Frau in Gemeinschaftsunterkunft an

Gars – Erst drohte er der Frau, sie an den Augen schwer verletzen zu wollen, dann schlug er nach Zeugenaussagen tatsächlich zu: Ein 26-jähriger nigerianischer Staatsangehöriger soll am Donnerstagabend in einer Gemeinschaftunterkunft in der Augustinerstraße in Gars eine Mitbewohnerin angegriffen und dabei erheblich im Gesicht in Augennähe verletzt haben.

Die 28-Jährige, ebenfalls aus Nigeria stammend, musste laut Stefan Sonntag, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd, im Krankenhaus behandelt werden, konnte zwischenzeitlich aber bereits wieder entlassen werden.

Der Tatverdächtige sei noch am Abend in der Nähe der Gemeinschaftsunterkunft von einer Streifenwagenbesatzung der Polizeiinspektion Waldkraiburg festgenommen worden, so Sonntag.

Einen solchen Angriff anzukündigen und dann auch zu vollziehen sei ein Verbrechenstatbestand, sagte Sonntag der Wasserburger Zeitung. Gegen den Asylbewerber ermittele jetzt die Staatsanwaltschaft Traunstein und die Kriminalpolizeistation Mühldorf wegen versuchter schwerer Körperverletzung. Es gelte, auch mithilfe rechtsmedizinischer Untersuchungen, zu klären, ob der Angreifer bei der Tat eine Waffe oder einen gefährlichen Gegenstand benutzt hat.

Zwischen den beiden Asylbewerbern habe es so wie am Donnerstagabend öfters Streitigkeiten gegeben. Der 26-jährige Tatverdächtige sei zudem bei der Polizei bereits aktenkundig, so der Polizeisprecher.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft wurde der 26-Jährige gestern dem Ermittlungsrichter zur Prüfung der Haftfrage vorgeführt.

Die Gemeinschaftunterkunft in Gars besteht seit Oktober 2015. „Derzeit leben 29 Personen dort“, teilt Simone Kopf von der Pressestelle des Landratsamtes in Mühldorf mit. Außer Ruhestörungen zu Beginn, welche sich jetzt allerdings gelegt hätten, habe es bisher keine bekannten Straftaten gegeben. „Die Unterkunft wird täglich durch unsere Hausmeister angefahren und kontrolliert. Die Sozialbetreuer sind immer montags und donnerstags vor Ort“, so Kopf weiter. Ulrich Nathen-Berger

Artikel 2 von 11