Stadt hofft auf ein Signal für andere

von Redaktion

Neues Wohn- und Geschäftshaus

Waldkraiburg – Sechs Wohnungen und zwei Gewerbeeinheiten plant der Eigentümer in einem viergeschossigen Neubau, der das bestehende Wohn- und Geschäftshaus auf dem Grundstück Berliner Straße 31 ersetzen soll. Der Stadtentwicklungsausschuss zeigte sich offen für dieses Vorhaben. Er wich damit einstimmig von der bisherigen Linie ab, in diesem Bereich keine Einzelvorhaben zuzulassen, solange nicht das gesamte Areal an der Berliner Straße zwischen Braunauer, Brünner und Teplitzer Straße überplant ist.

Die Anfrage für das Grundstück Nummer 31 ist nicht die erste. Schon vor einigen Jahren waren Anfragen zu Bauvorhaben für dieses und ein benachbartes Gebäude eingegangen. Damals hatte der Bauausschuss dieses Ansinnen abgelehnt. Im Rahmen eines Bauleitplanverfahrens sollte der ganze Bereich überplant werden, zu dem auch das Gelände der Firma Atoma gehört.

Hoher Druck

der Eigentümer

Das Verfahren wurde 2015 gestoppt, bis Klarheit über eine mögliche Absiedlung des Industriebetriebs besteht. Weil das von einer Erweiterung des Gewerbegebiets nördlich der Daimlerstraße abhängt, die sich verzögert hat, gibt es bis heute keinen rechtsgültigen Bebauungsplan.

Der Druck der Eigentümer, in diesem Areal etwas zu entwickeln, werde immer stärker, auch deshalb weil die Bauzinsen derzeit sehr niedrig sind, sagte Carsten Schwunck, der Leiter der Stadtentwicklungsabteilung, der die Alternative aufmachte: Soll die Stadt weiter auf ein Gesamtkonzept warten oder nun doch eine Einzelplanung zulassen und nach dem Einfügegebot des Paragrafen 34 Baugesetzbuch beurteilen?

„Ich bin für modernen Bau und habe nichts gegen eine Aufstockung“, meinte Ulli Maier (UWG). Eine gesonderte Bebauung an dieser Stelle störe nicht. „Das Eck ist ein Schandfleck, hochgradig hässlich. Ich würde sofort loslegen.“ Auch Eva Köhr (CSU) und Andreas Knoll (SPD) versprechen sich davon ein Startsignal für andere, bis zur Kreuzung der Berliner Straße mit dem Stadtplatz.

Knoll erinnerte an die „Vision für die Entwicklung des Areals. Es hat sich aber nicht sehr viel bewegt.“ Er verwies zudem auf die Baumaßnahme der Wohnungs- und Siedlungsgenossenschaft auf der gegenüberliegenden Seite der Kreuzung. Das Vorhaben für die Berliner Straße 31 ist aus seiner Sicht „durchaus gefällig. Es passt sich ein.“

Gestalterisch ist Christoph Vetter (UWG) noch nicht von dem Projekt überzeugt, allerdings stimmte auch er der Bauanfrage zu, zumal im Beschluss festgehalten ist, dass die Gestaltung des Gebäudes mit der Bauverwaltung abzustimmen ist.

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