Kleine Hunde auf großer Wanderung

von Redaktion

Mit dem Dackelclub Sektion Altötting-Mühldorf unterwegs an die Inn-Prallwand

Frauendorf – Wenn Vita, Flocki, Hermann, Odi und Co. sich treffen, geht es richtig rund. So viel Wiedersehensfreude gibt es nicht alle Tage. Dabei sieht sich die pfiffige Truppe mindestens einmal wöchentlich beim Training auf dem Hundeplatz oder bei gemeinsamen Unternehmungen. Zwei- und Vierbeiner des Dackelclubs, Sektion Altötting-Mühldorf unternehmen von Mai bis Oktober einmal im Monat eine große Wanderung. Dann erkunden sie gemeinsam verschiedene Pfade im Umkreis von Erding und Mühldorf. Doch was macht die Faszination Dackel aus?

Die Hunde werden

gerne unterschätzt

Bei ihrem jüngsten Ausflug führte sie Josef Mergler aus Kraiburg mit seiner Hundedame Galina von Kronprinzstein an die Inn-Prallwand. Die kurzen Dackelbeinchen hielten locker mit den Menschen Schritt. Sie sind nicht nur clever, sondern auch richtig flott unterwegs. „Man unterschätzt die Hunde gerne. Dabei sind es echte Sportskanonen“, sagt Veronika Goldbrunner, die mit ihrem Mann Thomas und ihren zwei Weggefährten Odi und Hermann munter mitmarschieren.

Ihre Liebe zu dieser Rasse entdeckten sie durch Thomas‘ Schwester, die selbst Dackel hat. „Man sieht sie und verliebt sich in sie“, ist das, was man von jedem Herrchen oder Frauchen immer wieder hört. Dackel Hermann kam im Alter von zwölf Wochen zu den Goldbrunners, vor zwei Jahren stieß Odi zur Familie. Als er im Alter von acht Jahren aus dem Tierheim zu den Goldbrunners kam, war das wie ein Jungbrunnen für den Hundesenior, welcher der älteste Teilnehmer bei Veranstaltungen des Vereins ist. Sei es bei Wanderungen oder auf dem Hundeplatz, Odi läuft mit seinen zehn Jahren zur Höchstform auf.

Was sie an ihren Hunden schätzen, ist ihre Treue, ihre Liebe und ihre Power. Dass so ein Hundeleben ganz schön aufregend sein kann, beweist Flocki vom Schwindauer Land, der buchstäblich zur Dackel-Prominenz zählt. Der kleine flinke Kerl wurde im Juni dieses Jahres bayerischer Meister im Dackellauf. Flockis Familie erging es genauso wie vielen anderen. „Unsere Tochter wollte unbedingt einen Hund. Weil ich nur einen kleinen haben wollte, kamen wir auf den Dackel. Als wir Flocki sahen haben wir uns sofort in ihn verliebt. Wenn ich von der Arbeit nach Hause komme begrüßt mich niemand so fröhlich und überschwänglich wie Flocki. Ich liebe diese grenzenlose Freude an ihm“, erzählt Gerlinde Mutzel aus Mühldorf, die Besitzerin des kleinen Turbo-Dackels ist.

Wanderung stärkt
das Sozialverhalten

Auch Josef Mergler, der die Wanderung organisiert hat, hat seine Liebe zum Dackel schon im Kindesalter entdeckt. Er schätzt die Treue seines Hundes und könnte sich ein Leben ohne ihn nicht mehr vorstellen. Rund 80 Mitglieder hat der Verein, der sich monatlich zu einer Wanderung trifft. „Solche Wanderungen dienen auch zur Erziehung des Hundes. Das Sozialverhalten wird gestärkt. Man tauscht sich gegenseitig aus und gibt einander wertvolle Tipps. Für uns ist vor allem eine liebevolle und konsequente Erziehung sehr wichtig“ sagt Vorsitzende Elfriede Kolbeck.

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