Aschau – Das Bündnis Aschau, die neue unabhängige Wählergruppierung, schickt Thomas Duxner mit großer Rückendeckung ins Rennen um den Bürgermeisterposten. Jetzt ist aus dem designierten der offizielle Kandidat geworden. Einstimmig wurde er in einer Nominierungsversammlung dazu gewählt.
Die neue politische Gruppe in Aschau, die 2020 erstmals antritt, will sich nach eigenem Bekunden vor allem für mehr Bürgernähe einsetzen. Das machte der Kandidat auch in seiner Rede deutlich. Unter den 21 Eckpunkten, die in den vergangenen drei Monaten mit Bürgern erarbeitet worden sind, steht für Thomas Duxner ein neuer Stil im Umgang mit den Bürgern ganz oben. „Wir dürfen die Bürger nicht abkanzeln und als Zuschauer bezeichnen.“ Das Bündnis Aschau sieht er als Konstruktivvereinigung statt Protestbewegung. Zwei Bürgerentscheide wurden in der aktuellen Wahlperiode gestartet, ein dritter zur Erschließung eines Gewerbegebietes steht derzeit an.
Konkret ging Duxner nicht auf die Inhalte des Bündnisses ein, denn: „Wir wollen nicht, dass andere abschreiben.“ Dennoch deutete er Themen an, die er angehen möchten: Duxner sieht etwa Handlungsbedarf im Erstellen und Umsetzen eines Dorfentwicklungsplanes, in dem auch Veränderungen durch den zweigleisigem Ausbau der Bahnstrecke zwischen Mühldorf und München und die Fertigstellung der A94 berücksichtigt werden sollten.
Umweltschutz stehe auch auf der Agenda, sagte Duxner auf Anfrage. Dennoch sei er nicht generell gegen Gewerbegebiete.
Der Bürgermeisterkandidat lebt seit über fünf Jahren in der Gemeinde und habe aufgrund dieser kurzen Zeit keinerlei Verpflichtung gegenüber anderen: „Ich unterscheide ausdrücklich zwischen Freunden und politischen Gesprächspartner. Ich vermische das nicht wie andere.“
Ein weiteres Thema betrifft das Leben im Alter. Betreutes Wohnen wünschten sich die Alten hingegen nicht. „Die Leute wollen daheim bleiben, solange es geht.“ Der Kandidat lobt die Vereine, sieht aber Handlungsbedarf bei Kindern und Jugendlichen, die nicht ins Vereinsleben integriert sind.
37 Unterstützer sprachen dem Kandidaten ihr Vertrauen aus. Unter den Teilnehmern der Versammlung waren auch zwei amtierende Gemeinderäte, Harald Rösler (Aschauer Wählergemeinschaft) und Gertraud Langbauer, die 2014 ebenfalls für die Aschauer Wählergemeinschaft in den Gemeinderat einzog und seit einigen Jahren mit den CSU-Gemeinderäten die Fraktion Freie Bürger/CSU bildet.
Das Treffen zur Erstellung der Liste für die Gemeinderatswahlen plant Bündnis Aschau im November.