Waldkraiburg/München – Einmal Feuerwehrmann werden – viele Buben träumen diesen Traum. Auch Felix aus Schwaben. Und weil er es nicht mehr erwarten kann, richtete der Siebenjährige ein Bewerbungsschreiben an die Berufsfeuerwehr in München. Mit der Stelle wird es zwar – noch – nichts. Doch Elias darf sich trotzdem freuen – auf einen Besuch im Feuerwehrmuseum Bayern in Waldkraiburg. Mit der ganzen Klasse hat ihn das Museum eingeladen.
Über Nachwuchsmangel muss sich die Berufsfeuerwehr München sicher noch nicht beklagen. Doch das Bewerbungsschreiben, das da vor einiger Zeit bei ihr einging, kommt auch nicht alle Tage vor. Handschriftlich meldete sich da ein Interessent: „Hallo, Herr Kommandant!“ Den ließ der Bewerber wissen, dass er so bald wie möglich zur Berufsfeuerwehr will. „Ihr macht echt coole Sachen“, begründete er seinen Vorstoß, den er auf den Weg brachte, um schon mal einen Fuß in der Tür zu haben. „Ich möchte mich heute schon um eine Stelle bewerben.“
„Danke, Elias! Wir hoffen, dass Dein Kindheitstraum bald wahr wird. So wie bei uns!“ Die Berufsretter, die den Brief jetzt veröffentlicht haben, drücken ihm die Daumen. Und zur Belohnung gibt es für den Bewerber einen Besuch im Feuerwehrmuseum Bayern in Waldkraiburg. Das Schreiben des kleinen Elias, das am Wochenende quer durchs Internet ging, hat das Museumsteam auf die Idee gebracht. Der Bub darf mit seiner ganzen Schulklasse nach Waldkraiburg kommen, um die größte Sammlung an historischen Feuerwehrgeräten und -fahrzeugen im ganzen Freistaat live zu erleben. 5000 Exponate aus zwei Jahrhunderten auf rund 4500 Quadratmetern im Museumsgebäude in der Duxer Straße warten auf die Grundschüler aus dem schwäbischen Vöhringen. Was den Kindern natürlich besonders entgegenkommt: „Einsteigen und Anfassen ist hier erlaubt!“
Einen Termin für den Besuch gibt es laut Gerhard Steinbach, Pressesprecher des Museums, zwar noch nicht. „Das muss erst noch mit der Schule besprochen werden.“
Aber Steinbach und die anderen ehrenamtlichen Museumshelfer freuen sich schon auf den Besuch. Dank der Firma Ambu, einem Partner des Museums, haben die Kinder nicht nur freien Eintritt und freie Fahrt nach Waldkraiburg. Auch ein Erste-Hilfe-Kurs wird für sie organisiert und „Hotdogs für echte Lebensretter“.
Übrigens: Wie sich herausgestellt hat, kommt der kleine Elias nicht zum ersten Mal ins Feuerwehrmuseum nach Waldkraiburg. Er war schon mal da. Sein Papa ist bei der freiwilligen Feuerwehr in Vöhringen