Kraiburg – Mit 200000 Euro Zuschuss kann die Gemeinde Kraiburg beim Bau des geplanten Naturbads aus europäischen Leader-Mitteln rechnen. Doch damit die Gemeinde tatsächlich in den Genuss kommt, musste im Gemeinderat noch ein Beschluss angepasst werden.
„Anfangs sind wir davon ausgegangen, dass wir keine Förderung bekommen, und wollten trotzdem das Projekt stemmen“, sagte Bürgermeister Dr. Herbert Heiml (CSU). Jetzt ist die Gemeinde auf einem guten Weg, zapft zwei Fördertöpfe an. In Aussicht stehen 200000 Euro aus europäischen Leader-Mitteln, aus einem Bundesförderprogramm könnten es 289000 Euro sein. „Es ist noch nichts bewilligt“, stellte Heiml klar.
In der jüngsten Sitzung nun musste der Gemeinderat einen Beschluss anpassen, um eine Leader-Förderung zu erhalten. Bestandteil dessen ist die beantragte Förderung aus Bundesmitteln. Denn für den Fall, dass diese Gelder nicht bewilligt werden, müsse sich die Gemeinde dazu verpflichten, diese Kosten in Höhe von 289000 Euro selbst zu tragen. Außerdem müsse sich die Gemeinde zur Pflege und zum Unterhalt des Naturbads während der Zweckbindungsfrist von zwölf Jahren verpflichten. Quasi ein Signal für das Mühldorfer Netz, dass das Bad auch dann gebaut wird, wenn es nur über Leader Zuschuss gibt.
Die Gemeinde rechnet mit 853000 Euro Nettokosten für den Bau des Naturbads. „Einen Bescheid von Leader gibt es nur, wenn die Finanzierung gesichert ist“, erklärte Heiml. Einstimmig segnete der Gemeinderat den angepassten Beschluss ab.
Auch bei der Gestaltung des Freizeitgeländes am Naturbad kann die Gemeinde auf einen Zuschuss aus Leader-Mitteln hoffen – mehr als ursprünglich geplant. Deshalb musste auch hier ein entsprechender Beschluss angepasst werden. Beim Freizeitgelände will die Gemeinde Zuschüsse in Höhe von 195338,64 Euro beantragen, die Eigenmittel liegen dann bei 238493 Euro. Ursprünglich kalkulierte die Gemeinde mit einer Förderung von rund 185000 Euro. Für das Freizeitgelände sind ein Bewegungsparcours und ein Beachvolleyball-Platz geplant, außerdem eine Indoorhalle mit einem Minifeld zum Fußballspielen. Die Indoorhalle soll 20 mal 13 Meter groß werden, nach Nord und Süd soll sie möglichst offen sein. Textilvorhänge dienen dem Schallschutz. „Wir haben nicht zu knapp geplant“, sagte Bürgermeister Heiml zu den Kosten. Damit will die Gemeinde „unliebsame Überraschungen“ vermeiden. „Wir werden schauen, dass es günstiger wird“, versprach Heiml.hi