Taufkirchen – 90 Jahre Lebensweg liegen hinter Margarethe Ruppert, sie erinnert sich gern an vergangene schöne Tage und ist dankbar für ihr Leben, das am 12. Oktober 1929 beim Eberl in Wimm in der Gemeinde Oberneukirchen begann.
In eine kinderreiche Familie hineingeboren wuchs sie mit acht Geschwistern auf und besuchte in Oberneukirchen die Volksschule. Anschließend lernte sie in der Schneiderei Weingärtner in Kraiburg den Beruf einer Näherin. Um als „Noderin“ selbstständig arbeiten zu können, musste sie einen Zuschneidekurs in Mühldorf besuchen.
Die Jubilarin erinnert sich schmunzelnd an das Kennenlernen mit ihrem späteren Mann, bei einem Waldfest in Schnaitsee traf sie Amors Pfeil. Aus Kennenlernen wurde Liebe und schon im Jahr 1951 heiratete sie den aus Hinterkotten im Egerland beheimateten Ernst Ruppert. Die Kinder Josef, Ernst und Heidi wuchsen wohlumsorgt im Elternhaus in Taufkirchen auf.
Die Jubilarin berichtet auch von ihrer ersten Nähmaschine: „Im Jahr 1954 hab ich mir eine Pfaff-Nähmaschine gekauft, sie hat damals 505 Mark gekostet.“ Bis zu einem Leitersturz und einer Wirbelverletzung war sie Näherin mit Leib und Seele und für viele Frauen eine wichtige Hilfe.
Schwer traf sie der Tod ihres Gatten im Jahr 2005, seitdem lebt sie allein in ihrem Haus – bestens versorgt von Sohn Ernst und dessen Familie. Margarethe Ruppert ist eifriges Mitglied beim Seniorenclub, war bis ins hohe Alter aktiv beim Seniorenturnen und ist als Mitglied beim VdK, dem TSV und dem Gartenbauverein durch ihre gesellige Art sehr geschätzt.
Die sonntäglichen Kirchgänge mit dem Rollator – „wenns Wetter passt“ – gehören zum Alltag dazu, ansonsten werden die sonntäglichen Gottesdienste im Fernsehen mitgefeiert.
Bürgermeister Jakob Bichlmaier gratulierte der rüstigen Jubilarin und überbrachte ein Präsent der Gemeinde. fim