Nachruf

von Redaktion

Taufkirchen – Der älteste Taufkirchner Bürger lebt nicht mehr. Im Alter von 96 Jahren starb Jakob Irl unerwartet. Zehn Tage zuvor feierte er noch seinen Geburtstag mit Familie und Freunden.

Sein langes Leben begann am 16. September 1923 auf dem Rauscherhof in Haunthal, wo er mit 14 Geschwistern aufwuchs. Mit nur 18 Jahren wurde er 1942 zu den Waffen gerufen. Einsatzorte waren in Holland, Belgien und Frankreich, später ging es nach Italien. Zwei Verwundungen überstand er, bevor er in Gefangenschaft geriet. Nach drei Monaten konnte er wieder heimatlichen Boden betreten.

In den weiteren Jahren arbeitete er auf dem elterlichen Hof und war fünf Jahre als Bulldogfahrer im Raiffeisenlagerhaus beschäftigt. Mit der Heirat 1950 mit Monika Weindl wurde er ein Hundberger. Gemeinsam wurde das elterliche Anwesen der Braut bewirtschaftet, vier Kinder entstammen der Ehe. Acht Enkel und sieben Urenkel vergrößerten die Familie. 1953 begann der Verstorbene eine Lehre zum Maurer, diesem Beruf blieb er bis zur Rente treu.

Der gemeinsame Lebensabend endete mit dem Tod seiner Gattin im Jahr 2008. Weitere Schicksalsschläge war der Unfalltod eines Enkels 1993 und der Tod seines ältesten Sohnes Jakob im Jahr 2014.

Sein Leben gehörte auch den Vereinen und der Pfarrei. Er war 30 Jahre Mitglied der Kirchenverwaltung, davon sechs Jahre Kirchenpfleger, 28 Jahre Obmann des Tachertinger Brandunterstützungsvereins und 15 Jahre Vorsitzender der KSK. Auch als früherer Zweiter Vorsitzender des Seniorenclubs und bis vor wenigen Wochen auch als eifriger Besucher war er sehr geschätzt. Außerdem war er 70 Jahre Mitglied der Marianischen Männerkongregation und Mitglied bei der Feuerwehr, dem Georgiverein sowie beim Maurer- und Zimmererverein. Er liebte Ausflugsfahrten und solange es die Kraft erlaubte, gehörten Spaziergänge zum Alltag.

Viele Trauergäste begleiteten den Verstorbenen auf seinem letzten Erdenweg, angeführt von Bläsern und Fahnenabordnungen. Am offenen Grab sprachen der Brandunterstützungsverein und KSK-Vorstand Konrad Stenger. Jakob Irl war einer der letzten Veteranen und bis zuletzt sehr der KSK verbunden. fim

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