Waldkraiburg – Auch nach Unterrichtsende ist an der Realschule lange nicht Schluss. Über den Unterricht hinaus wird das Schulleben bereichert: Lesetutoren, der Wettbewerb „Jugend forscht“ oder das Projekt „Netzgänger 3.0“ – die Liste ist lang an der Realschule. Jetzt ist die Schule vom Kultusministerium im Bezirk Oberbayern mit dem dritten Platz für „außerunterrichtliche Aktivitäten“ ausgezeichnet worden.
„Das ist keine 08/15-Schule, hier sind engagierte Leute am Werk, ob Schüler, Lehrer oder auch Eltern, die vor Ideen sprühen, anzupacken verstehen und beeindruckende Ergebnisse zusätzlich zum Unterricht zustande bringen!“, sagte Wilhelm Kürzeder, Ministerialbeauftragter für Oberbayern-Ost.
Projekte außerhalb
des Unterrichts
In einer kleinen Feier in der Aula hatte Realschulrektor Werner Groß den Vertreter des Ministeriums begrüßt, der die Schule zu ihrem dritten Platz für „Außerunterrichtliche Aktivitäten“ beglückwünschte und neben einer Urkunde ein kleines Geldgeschenk überreichte. Es geht dabei um Projekte, die außerhalb des Lehrplans Schüler wie Lehrer durchführen. Ein Engagement über den Unterricht hinaus. „Mich beeindruckt dies an meiner Schule immer wieder aufs Neue, dass die Kernaufgabe der Vermittlung von Wissen, Bildung und Werten nicht ausschließlich im regulären Unterricht geleistet wird. Durch intensive Beschäftigung mit wesentlichen Themen der Lebenswirklichkeit unserer Schüler wird der lehrplanmäßige Unterricht zielführend erweitert“, sagte der Schulleiter.
Diese Themen reichten im Bereich „Gemeinsam“ beispielsweise vom Schafkopfturnier über das Singen mit den Lehrern bis zum sozialen Engagement bei den Weihnachtspackerln für bedürftige Waldkraiburger und die Spendenaktion für die Mühldorfer Tafel. „Leistungsstark“ erwies man sich im Regionalwettbewerb „Jugend forscht“, wo man den Sonderpreis „Nachwachsende Rohstoffe“ für umweltfreundlichen Kunststoff aus Milch einheimste oder das DELF-Diplom in Französisch. Dass die Schüler „respektvoll“ miteinander und mit anderen umzugehen verstehen, bewiesen die Lesetutoren, die sich jede Woche Zeit nahmen, um mit Kindern aus der Grundschule oder den eigenen 5. Klassen abwechselnd zu lesen, Ausdrücke zu erklären und Aufgaben zu lösen.
Ganz besondere Erfahrungen machten die Fünftklässler aber auch, als sie von einem Team der Stiftung Ecksberg an sechs Stationen in verschiedene Formen von Behinderung versetzt wurden, um Verständnis für die Lebensqualität von Menschen mit Handicap zu erspüren und zu entwickeln. Einen hochaktuellen Schlusspunkt setzte das Projekt „Netzgänger 3.0“, bei dem Neuntklässler als Peers in den Bereichen „Soziale Netzwerke“, „Cybermobbing“ oder „Virtuelle Spielewelten“ ausgebildet wurden.
Dass die Schule – einmal mehr – im musikalischen Bereich Spitze ist, bewies bei der Feier die Chorklasse mit ihren umrahmenden Songs „One night I had a dream“ und dem schwungvollen „Mamma mia“.