Waldkraiburg – Ein leidiges Problem hat Christoph Vetter (UWG) im Bauausschuss angesprochen: die undisziplinierte Parkerei von einigen Moschee-Besuchern zur Gebetszeit am Freitag in der Reichenberger Straße. Zuletzt habe er drei Fahrzeuge gesehen, die auf dem Gehweg geparkt waren. „Eine Frau mit Kinderwagen musste auf die Fahrbahn ausweichen.“
Bei der Stadt sei das Problem bekannt, sagte Carsten Schwunck, Leiter der Bauabteilung im Rathaus. Auch die Polizei sei schon vor Ort gewesen. Die Moscheebetreiber sind laut Schwunck bemüht, dies abzustellen. Doch auch deren Aufforderung werde ignoriert. Die Hoffnung ist, dass diese Probleme mit dem Umzug in die neue Moschee im Gewerbegebiet ein Ende haben.
Doch die Umbauarbeiten gehen sehr schleppend voran. Schon seit über einem Jahr hat die Gemeinde die Genehmigung zur Umnutzung eines Firmengebäudes in der Traunreuter Straße zu einer Moschee mit Unterrichtsraum, Mitgliederlokal und zwei Wohnungen für die Religionsbeauftragten. Nach eigenen Angaben muss die türkisch-islamische Gemeinde das Projekt, das auf Gesamtkosten von deutlich über einer Million Euro geschätzt wird, aus eigenen Mitteln finanzieren.
Die Gemeinde ist darauf angewiesen, das Projekt möglichst kostengünstig zu realisieren. Der neue Vorsitzende des Trägervereins der Ditib-Moschee, Ahmet Baskent, verweist auf die Auslastung der Bauwirtschaft. „Wir haben uns schwer getan, Firmen zu finden.“
Viele Gemeindemitglieder helfen bei kleineren Arbeiten mit, sagt Baskent. Nach den ursprünglichen Plänen sollte der Umbau schon abgeschlossen sein. Der Vorsitzende sieht sich nicht in der Lage, derzeit einen Termin für die voraussichtliche Fertigstellung des Umbaus zu nennen. Dabei ist die bestehende Moschee in der Reichenberger Straße baulich in einem schlechten Zustand. hg