Waldkraiburg – Die Tage werden kürzer, das Wetter draußen nässer und kälter. Genau die richtigen Voraussetzungen für einen langen Spieleabend am Küchentisch. Wer nach spielerischer Abwechslung sucht, der war im Haus des Buches genau richtig. Denn hier hatte Wolfgang Wichmann einen ganzen Tisch voll mit Spielen zum Testen mitgebracht. Als absoluter Spielefan stellte er sein Wissen gerne den Kindern zur Verfügung.
Verzauberte
Tiere
Es waren die neuesten Gesellschaftsspiele, aus denen Wichmann die empfehlenswertesten ausgewählt hatte. „Hempels Sofa“ hieß eines davon, „Die Schule der Magischen Tiere“ ein anderes. Wem das bekannt vorkommt, es ist benannt nach dem Buch der Waldkraiburgerin Margit Auer. Bei diesem Würfelspiel werden Tiere verzaubert und wer eine Runde mit seinem Tier geschafft hat, hat gewonnen. Ein Mädchen, Adrienne (8), probierte „Schlaraffen Affen“ aus. Palmen aus Pappe werden auf einem Spielbrett aufgestellt. Dann wird gewürfelt. Es geht darum, Früchte den richtigen Bäumen zuzuordnen, also Mango zum Mangobaum. Adriennes Urteil war: „Das Spiel gefällt mir sehr gut, da kann ich mit meiner Mama würfeln.“
Nikolina (10), Andrea (12) und Luka (8) probierten „Rapidcups“ aus, ein schnelles Hütchenspiel. Eine Vorrichtung wird gedrückt und gibt die Anfangsfarben vor. Hütchen in knallbunten Farben mussten nun übereinandergestapelt werden. Dabei kam es auf die richtigen Farben und auf Schnelligkeit an. Wer zuerst seine Hütchen los war, hatte gewonnen. Ein Spiel, das den dreien großen Spaß machte, weil sie es gegeneinander spielen konnten und auch der achtjährige Luka mitmachen konnte.
„Wort Blitz“ war bei den älteren Kindern beliebt. Es erinnerte an Stadt, Land, Fluss. Hierbei sind Begriffe zu finden und Kärtchen zu erspielen. Zum Beispiel, „etwas das Dich selbst beschreibt mit M“. „Mut“ wusste Markus (12) und bekam ein Kärtchen. Wer die meisten Kärtchen hat, hat gewonnen. „Ein Denkspiel für die ganze Familie“, fand Fabian (13).
Wer die meisten
Kärtchen hat, gewinnt
Carlos (13) hätte das Spiel am liebsten gleich mitgenommen. Doch Wolfgang Wichmanns Spielevormittag war keine Verkaufsveranstaltung. Er empfahl die Spiele nur und erklärte sie mit mitreißender Begeisterung. „Ich bin ein Kriegskind“, erzählte er. „Man konnte damals keine Spiele kaufen, es gab kein Fernsehen und kein Handy. Mein Vater hat sich Spiele für uns ausgedacht.“ Daher kam seine lebenslange Begeisterung für Spiele. „Mein Leben ist das Spielen“, sagt er von sich. Und das macht er wirklich gut.