Gars – „Ich packe meinen Koffer und nehme mit eine Landkarte.“ Dieser Satz hat wohl bei jedem Zuschauer im Raum Erinnerungen an eine lange Autofahrt, einen gemütlichen Nachmittag mit der Familie oder eine lustige Schulstunde vor den Ferien geweckt.
Das P-Seminar „Singspiel“ des Gymnasiums Gars und die M9 der Franziskus-von-Assisi-Schule Au am Inn verwendeten das Spiel, das normalerweise als Zeitvertreib oder Gedächtnistraining zum Einsatz kommt, für einen auflockernden Einstieg in ihr Singspiel.
Auf den Tag der Aufführung arbeiteten sie über Monate hin. Im Mittelpunkt stand dabei weniger der Ehrgeiz, ein besonders anspruchsvolles Stück auf die Bühne zu bringen, sondern vielmehr ging es um das Miteinander bei der Entwicklung und um die Einbindung von Kindern mit Handicap.
Wie der Name des Stückes, „Durch Europa und zurück“, schon sagt, waren alle Zuschauer auf eine Reise durch verschiedene Länder Europas eingeladen. Auch die Schülerinnen und Schüler erlebten eine Reise: Angefangen beim Kennenlernen der Schüler aus Au, über die zahlreichen Proben und das Einstudieren der Lieder, die später in das Stück eingebaut wurden, bis hin zur Aufführung. Aus dieser gemeinsamen Zeit konnten sie viel mitnehmen, vor allem im Bereich des Zwischenmenschlichen.
Ähnlich ging es auch den zwei Protagonisten des Stücks, die drei Länder bereisten:
In Schweden wurde ihnen klar, wie wichtig die Bereitschaft zu helfen ist und wie sehr eine freundliche Geste einem anderen helfen kann.
In England lernten sie, dass zu einem glücklichen Leben mehr als Geld gehört.
In Frankreich begriffen sie, dass auch die kleinen Dinge eine große Veränderung im Leben des Einzelnen bewirken können.
Und so kamen nicht nur die beiden Freunde des Singspiels, sondern auch alle Schülerinnen und Schüler verändert und um einige Erfahrungen reicher von der Reise zurück.re