„Was uns verbindet“: Bayernweites Lob für Tanztheater

von Redaktion

Vollversammlung: Der Kreisjugendring bietet ein breit gefächertes Programm an – Für 2020 Jugendleiterschulungen geplant

Waldkraiburg – Wer bei dieser Riesenauswahl an Gestaltungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten nichts für sich Passendes findet, der ist selber schuld. Diesen Eindruck konnte man gewinnen, als Veronika Schneider, Vorsitzende des Kreisjugendrings Mühldorf (KJR), in ihrem Rückblick an die Unternehmungen des vergangenen Jahres erinnerte.

Zur Vollversammlung hatten sich in Waldkraiburgs Schenkerhalle zahlreiche jugendliche Delegierte aus dem Landkreis eingefunden. Bunt war auch das Programm, das für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene im Landkreis zusammengestellt worden war. „Wir können stolz sein auf diese Vielfalt im KJR, der in Waldkraiburg seine Heimat gefunden hat“, sagte Bürgermeister Robert Pötzsch in seinem Grußwort. Das war keineswegs übertrieben. Man hatte gemeinsam Minigolf gespielt, den Wildpark und den Alpaka-Hof besucht, Kosmetik selber hergestellt, eine Halloween-Party gefeiert, ja sogar den Taschenmesserführerschein hatte man erwerben können.

Doch auch größere Unternehmungen waren angesagt. So fuhr man ins Chiemseecamp, baute als Höhepunkt für die Sechs- bis Zwölfjährigen eine Kinderstadt, im Kulturmobil wurde gebastelt und medienpädagogische Schulung bekamen die Jugendlichen im „Memo“-Mobil.

Das Spiel-Mobil kam am Baumtag zum Einsatz, bei „Tauschen und Lauschen“ fand Kleidertausch bei Live-Musik statt und in Aschau und Oberbergkirchen besuchten viele das Kinderkino. In der Vernissage CreARTive im Haus der Kultur stellten junge Künstler ihre Bilder vor und auch in den Flüchtlingsunterkünften gab es Spielangebote. Im VIP-Club übten Jugendliche aller Nationen Demokratie und Selbstbestimmung.

Doch all das kann nur gelingen mit einem einsatzfreudigen Team. So sind für 2020 Jugendleiterschulungen geplant, zum Beispiel für Medienkompetenz oder Spielpädagogik. Vorschläge für solche Fortbildungen sind erwünscht und werden jederzeit angenommen.

Geschäftsführerin Kristin Hüwel verwies auf das neue Programm „Erwachsen wer-den“, das zwei Jahre lang Mädchen Gelegenheit zur Aussprache geben soll. Beim „Digitalen Brückenbauen“ werden in den Gemeinden junge Experten ältere User beim Online-Banking oder Ausfüllen von Formularen unterstützen. In der Kinderstadt Waldkraiburg lernen Jüngere, wie ein Gemeinwesen funktioniert und auf einer Bildungsfahrt nach Straßburg werden die Vorteile der Demokratie begreifbar gemacht.

Zurecht stolz ist Kristin Hüwel auf das Tanztheater-Projekt „Was uns verbindet“, das inzwischen schon bayernweit Lob und die Auszeichnung mit dem „Viel-Preis“ bekam: „Es ist gerade der Stadt Waldkraiburg wie auf den Leib geschrieben. Deshalb sind wir besonders froh, dass es hier nochmals zur Aufführung gelangt.“

Student Samuel stellte anschließend noch die Hörarena vor, in der Jugendliche montags von 19 bis 20 Uhr ihre Beiträge präsentieren: „Radio geht ins Ohr, bleibt im Kopf! Macht einfach mit!“

Dieser Aufruf erging an die Anwesenden im Saal, an alle Jugendlichen im Landkreis wie auch an Leute, die sich im KJR-Vorstand einbringen wollen.

Artikel 1 von 11