Gars – Bald ist die Lücke weg, die seit dem Jahr 2013 im historischen Ortskern von Gars klafft. Dort wird derzeit ein Ersatzneubau für das sogenannte „Oberschätzlhaus“ fertiggestellt.
Nachdem das marode Gebäude zu einem Sicherheitsrisiko geworden war, hatte die Gemeinde Gars mit dem Landesamt für Denkmalpflege verhandelt und den Abriss des Gebäudes erwirkt (wir berichteten).
Lücke im Ortskern
seit dem Jahr 2013
Seit Ostern entsteht an gleicher Stelle ein Neubau. Der Bau soll sechs Wohneinheiten mit unterschiedlicher Größe – zwischen 43 und 73 Quadratmeter – beherbergen. Das Erdgeschoss wird barrierefrei gestaltet für Personen, die in der Bewegungsfähigkeit eingeschränkt sind. Die Wohnungen darüber sind für Familien vorgesehen. Pro Einheit steht ein Stellplatz zur Verfügung. Der Mietpreis pro Quadratmeter Wohnfläche liegt bei 7,75 Euro (Kaltmiete).
Die Marktgemeinde Gars möchte bezahlbaren Wohnraum für einkommensschwache, beeinträchtigte und ältere Menschen schaffen. Diese Gruppen werden bei der Wohnungsvergabe, die im Dezember startet, bevorzugt, teilt die Verwaltung mit. Ansprechpartnerin im Rathaus ist Daniela Fischer.
Für den Bau fallen Gesamtkosten in Höhe von 1,4 Millionen Euro an. Die Regierung von Oberbayern unterstützt das Projekt mit 1,2 Millionen Euro. Davon werden 400000 Euro als Zuschuss ausbezahlt und 800000 Euro als zinsgünstiges Förderdarlehen angeboten. Die Regierung unterstützt Gemeinden im
Rahmen des Kommunalen Wohnraumförderproramms bei der Schaffung von angemessenem und bezahlbarem Wohnraum und leitet finanzielle Mittel vom bayerischen Bauministerium weiter. Momentan finden an der Baustelle noch für zwei Wochen Fassadenarbeiten arbeiten statt. Danach sollen die Außenanlagen hergerichtet werden, wie das ausführende Architekturbüro Aris aus Kraiburg auf Nachfrage der Wasserburger Zeitung mitteilt.
Der Innenausbau, also das Malern, Fließen und Bodenlegen, soll das Projekt abschließen. Die Wohnungen sollen voraussichtlich Mitte Februar bezugsfertig sein.