Waldkraiburg – Alljährlich sammelt „Hoffnungsträger Ost“, eine überkonfessionelle Hilfsorganisation, Weihnachtspakete für Kinder und Jugendliche in Osteuropa, in der Ukraine oder in Moldawien. Das Gesicht der Aktion in Waldkraiburg ist seit mittlerweile 13 Jahren René Keil, der selbst schon zweimal in die Regionen gereist ist, um bei der Verteilung zu helfen.
„Es ist wirklich unglaublich, welche Dankbarkeit man zurückbekommt. Die Kinder wissen die Geschenke noch wirklich zu schätzen und bedanken sich sehr höflich“, erzählt Keil, der auch im Vorstand des Kreisjugendrings Mühldorf engagiert ist. Ihm ist es wichtig, dass gerade diejenigen, die nicht so viel Glück im Leben haben, vielleicht im Kriegsgebiet in der Ostukraine leben oder von dort geflohen sind und sich nichts zu Weihnachten leisten können, in den Genuss eines Weihnachtspackerls kommen. Hinein muss neben einigen Notwendigkeiten zum Beispiel Nuss-Nougat-Creme. Denn so etwas ist in diesen Gebieten sehr teuer und etwas Besonderes für die Kinder. Was sonst noch hinein muss und darf, steht im Internet, denn es sollen ja alle Kinder in etwa das Gleiche bekommen. Noch bis 24. November können die Pakete an den Sammelstellen abgegeben werden.
In Waldkraiburg ist dies der Kreisjugendring in der Braunauer Straße, die Antonius-Apotheke in der Berliner Straße, das Familienzentrum Waldkraiburg in der Kopernikusstraße und die evangelisch-freikirchliche Gemeinde am Münchner Platz. Im Landkreis Mühldorf können die Pakete darüber hinaus in der Grundschule Obertaufkirchen, der Volksschule Gars und beim Globus in Mühldorf abgegeben werden. Per Lkw werden die Geschenke direkt vor Ort verteilt. Dort helfen ebenfalls wieder Ehrenamtliche von „Hoffnungsträger Ost“ bei der Verteilung.
René Keil hat selbst Patenschaften für Kinder in der Region übernommen. „Die besuche ich dann direkt mit einem Geschenk. Es ist toll, welche Gastfreundschaft man in den Familien dort erlebt. Es wird aufgetischt, auch wenn man weiß, dass sie eigentlich nichts haben. Und man wird immer sehnsüchtig erwartet.“ Wer möchte, kann die Lkws als Helfer begleiten und selbst erleben, wie viel Freude die kleinen Geschenke bringen.
In Schulen und Kinderheimen, von Gemeindezentren aus, bei Veranstaltungen und auch im Frauengefängnis kommen die „Weihnachtsengel“ vorbei. Dort wird natürlich kein Kinderpaket verteilt, sondern Lebensmittelpakete, die direkt vor Ort eingekauft werden.
Unter www.hoffnungstraeger-ost.de/weihnachtspaeckchen finden sich alle weiteren Informationen oder man kann den Waldkraiburger „Weihnachtsengel“ direkt unter Rene-Keil70@ gmx.de oder Telefon 0176/ 81498753 erreichen, um Fragen zu klären oder Leerkartons zu erhalten. Der würde sich freuen, wenn in diesem Jahr wieder viele Weihnachtsgeschenke für „leuchtende Kinderaugen“ sorgen würden.sub