Aschau – Lange Zeit war es Gesprächsthema in Aschau: Stellt die AWG einen Bürgermeisterkandidaten auf? Wenn ja, wer macht‘s? Jetzt gibt es eine Antwort auf beide Fragen: Andreas Kölbl will sich für die AWG als Bürgermeisterkandidat nominieren lassen.
Wurzeln des Ortes
nicht verkennen
Die CSU mit Christian Weyrich und das Bündnis Aschau mit Thomas Duxner haben ihre Kandidaten bereits nominiert, am kommenden Montag will die AWG nachziehen. Der 35-Jährige will Nachfolger von Bürgermeister Alois Salzeder (AWG) werden, der nach zwölf Amtsjahren nicht mehr weitermacht.
Andreas Kölbl ist in Aschau aufgewachsen, der Ort liege ihm sehr am Herzen. Sein Vater Engelbert war vor 35 Jahren Initiator für die Gründung der Aschauer Wählergemeinschaft. Alles mitunter Gründe, die ihn zu einer Kandidatur bewogen haben – auch wenn er sich kommunalpolitisch bislang nicht engagiert hat.
„Ich musste nicht lange überlegen, ob ich kandidieren will“, sagt Kölbl. Bürgermeister Alois Salzeder (AWG) und Georg Ametsbichler hätten ihn bei der AWG als Kandidaten vorgeschlagen.
„Vereine und Traditionen – mir ist wichtig, was Aschau ausmacht“, sagt Kölbl. Man dürfe die Wurzeln des Ortes nicht verkennen. Nicht alles müsse neu gemacht werden, weil eben nicht alles schlecht sei, was vorher war. So beschreibt er die Motivation für seine Kandidatur.
Andreas Kölbl arbeitet aktuell als Technischer Beamter beim Bayerischen Landeskriminalamt, ist daher auch mit Prozessen in der Verwaltung vertraut. Ab Januar wechselt er ins Kultusministerium. Täglich pendelt er zwischen Aschau und seinem Arbeitsplatz in München.
Die unabhängige Aschauer Wählergemeinschaft (AWG), bisher stärkste Fraktion im Aschauer Gemeinderat, lädt zur Aufstellungsversammlung des Bürgermeisterkandidaten und der Kandidaten für die Gemeinderatsliste für kommenden Montag, 25. November, in den Landgasthof Haselbach. Beginn ist um 19.30 Uhr. Bürger der Gemeinde Aschau, die bisher noch bei keiner anderen Partei oder Wählergruppe eingetragen sind, sich aber als Kandidatin oder Kandidat oder als Unterstützer dieser unabhängigen Wählergemeinschaft engagieren möchten, sind zu eingeladen. Andreas Kölbl will zudem die Versammlung auch dazu nutzen, sich der Öffentlichkeit vorzustellen.