Kraiburg – „Mit Pauken und Trompeten“ läutete die Blaskapelle Kraiburg – die auf ein 35-jähriges Bestehen zurückblicken kann – ihr Jahreskonzert zum dritten Mal wieder im voll besetzten Saal des Bischof-Bernhard-Hauses ein.
Mit dem typischen Vorzeigemarsch „Avalon“ von konzertant bis „lautstark in die Vollen“ eröffneten die Instrumentalisten unter Leitung von Wolfgang Wieser klangvoll den Melodienreigen. „Vielseitig, spannend, anders“ – so wurde die Polka „Zeitlos“ interpretiert. Überwiegend Tenorhorn-, Bariton- oder Klarinettenklänge ertönten bei der böhmisch-klassischen Polka „Böhmische Liebe“, ehe das Ensemble zu „Verträumte Herzen“ im Walzertakt ansetzte.
Sebastian Hell
überzeugt mit Solis
Der „Castaldo Marsch“ wurde schon vor 30 Jahren zum Mauerfall intoniert – als Einziger aus der jetzigen Besetzung spielte Sepp Wilhelm damals schon mit. Rhythmische Passagen der Blechblasinstrumente waren in der Polka „Augenblicke“ herauszuhören. Launig und mit witzigen Anekdoten führten die Bläser Sebastian Hell und Michael Joschko als Moderatoren durch das Programm. „Im nächsten Jahr werden wir unseren Proberaum herrichten, das kostet natürlich Geld“ und so motivierte Hell auch zum Spenden-Voting der Sparkasse.
Großer Beifall empfing die Jugendkapelle, als sie mit ihrem Dirigenten Wolfgang Joschko die Bühne betraten. Mit ihren musikalischen Darbietungen, angesagt von Daniel Wieser und Alexander Pichlmeier, begeisterten sie das Publikum. Das moderne „Crocodile Rock“ gehörte ebenso zu ihrem Repertoire wie auch das aus Fernsehserien bekannte „Don‘t stop believin`“, die Marsch-Zugabe oder die „Hansl Polka“, wobei das Publikum den Text des alten Volksliedes „Hans bleib do…du woast ja ned, wias Weda werd…“ nicht vergessen hat und kräftig mitsang.
Musiker-Vorstand Sepp Wilhelm war erfreut, dass immer wieder junge Musikfreunde dazukommen und dies auch in der Schule gefördert werde.
Konzertant und dann „voll Power“ ertönte beim zweiten Teil der Instrumentalisten das Rock-Opening-Stück der Winterspiele „Fire and Ice“. Bei der Pop-Ballade für Flügelhorn-Solo „My Dream“ brillierte Sebastian Hell mit seinen gekonnten Solis, die in einem klangvollen Zusammenspiel mündeten. Das Medley „Klaus Doldinger“ mit bekannten Fernsehmelodien begeisterte ebenso wie die Soloklänge verschiedener Instrumente bei der Filmmusik „Spirit“. Rockig intoniert wurde „Don `t stop me now“, bevor der Dirigent wie die Musiker beim Potpourri „Stars of Rock and Pop“ beeindruckende Schlussakzente setzten. Nach dem „Gruß aus Böhmen“ als Zugabe und der umgedichteten „Tiroler Hymne“ als gemeinsames „Kraiburger Heimatlied“ setzte tosender Applaus der begeisterten Besucher ein und belohnte die Akteure.