Leben, wo früher Peter Maffay probte

von Redaktion

Auf dem Gelände des ehemaligen Gasthauses „Weißer Hirsch“ soll ein Wohnprojekt entstehen

Waldkraiburg – Nur mehr Mauerreste erinnern an das ehemalige Gasthaus „Weißer Hirsch“ am Ritter-von-Gluck-Weg. Dort, wo Sänger Peter Maffay als Jugendlicher seine ersten Auftritte hatte. Seit einem Brand vor einigen Jahren liegt das Grundstück brach. Jetzt soll dort ein großes Wohnprojekt verwirklicht werden. Der Stadtentwicklungsausschuss hat den Entwurf für den Bebauungsplan mit Grünordnung einstimmig in seiner jüngsten Sitzung gebilligt.

Es gehört zu den größten Bauprojekten im Stadtgebiet: die Bebauung des Geländes des ehemaligen Gasthauses „Weißer Hirsch“. Verschiedene Varianten seien untersucht worden, erklärte Carsten Schwunck, Leiter der Stadtentwicklungsabteilung. Eine davon sei denkbar. Die Bebauung erschließt sich um einen großen Hof herum und schafft somit lärmgeschützten Wohnraum. Ein vier- bis fünfgeschossiges Gebäude hält nach Norden hin den Lärm von Straße und Schiene ab, die Wohnungen orientieren sich zum ruhigen Innenhof. Eine dreigeschossige Bebauung dient als Übergang zur bestehenden Wohnbebauung im Westen und Süden.

Auch für das benachbarte Gymnasium ergeben sich Vorteile: Ein angemessener Vorbereich vor dem Eingang könne Aufenthaltsflächen für die Schüler bieten, Abstellmöglichkeiten für Fahrräder und eine Haltemöglichkeit für den Bring- und Holverkehr ließe sich anordnen. Die verkehrliche Erschließung soll geregelt werden. Die Straße nach Norden soll das Wohngebiet und den Schulparkplatz erschließen, ohne aber an die Staatsstraße angeschlossen zu sein. Das Thema Verkehr war auch ein wichtiger Punkt: Der Entwurf des Bebauungsplans berücksichtige ein Verkehrskonzept, damit kein weiterer Verkehr auf das Schulzentrum zukommt. „Wir haben die Rahmenbedingungen gefunden, womit wir ins Verfahren gehen können“, sagte Schwunck. UWG-Sprecher Frieder Vielsack lobte das „gelungene Konzept“ für das Grundstück, das seit dem Brand eine Brache sei. Der Verkehr sei ein großes Manko, aber in der Hinsicht ist eine „reife Leistung“ gelungen. Mit dem Bau entsteht ein „repräsentatives Eingangstor“ für die Stadt. Eva Köhr (CSU) bat zu prüfen, ob die Lärche auf dem Sandparkplatz stehen bleiben kann. Eine Gegenstimme für den Bebauungsplan kam von Annemarie Deschler (CSU). „Die Stadt hätte das Grundstück kaufen sollen für die Schulentwicklung. Deshalb stimme ich dagegen.“hi

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