Aschau – Bürgermeister Alois Salzeder hört nach den Kommunalwahlen auf, die AWG will einen Nachfolger aus den eigenen Reihen stellen. Einstimmig nominiert hat die Wählergemeinschaft den 35-jährigen Andreas Kölbl. Bei der Aufstellungsversammlung hat die AWG auch die Kandidaten für den Gemeinderat gewählt.
Noch-Gemeinderat Günter Manz begrüßte die Kandidaten und die Interessierten und übergab die Wahl in die Hände von Franz Wicho. Als Bürgermeisterkandidat der Aschauer Wählergemeinschaft stellte sich Andreas Kölbl anfangs der Versammlung vor.
Digitalisierung vorantreiben
Der 35-jährige Informatiker ist verheiratet und erwartet mit seiner Ehefrau Susanne bald das erste Kind. Er wuchs in Litzlkirchen auf und wohnt jetzt wieder in Aschau. Als Bürgermeister will er die Digitalisierung und den Breitbandausbau in Aschau vorantreiben. Unter 50 MBit gebe es für ihn kein Breitband. Auch die optimalere Gestaltung des Aschauer Ortskerns ist für den Kandidaten wichtig. Dazu gehört als erstes die Sanierung des ehemaligen Gasthauses Pichlmeier.
Dieses sei früher ein Mittelpunkt des Ortes gewesen, wo es Hochzeiten, Weihnachtsfeiern und Leichentrunke gegeben hätte. Dazu müsse der marode Teil der Gebäude entfernt werden. Dann könne er sich eine Pflasterung des Schmiedwegs mit Granitplatten vorstellen und in absehbarer Zukunft sei auch der Neubau des Rathauses ein Thema. Andreas Kölbl will wieder eine stärkere Bürgerbeteiligung in Aschau erreichen, es müsse den Einwohnern wieder in Erinnerung gerufen werden, dass es eine Bürgersprechstunde gebe. Auch sei das Gemeindeblatt von der AWG initiiert worden.
Liste einstimmig
angenommen
Nachdem ein Bürgermeisterkandidat gefunden war, galt es, eine Liste für den Gemeinderat zu bestimmen. Alle Bewerber stellten sich kurz vor, es wurde schließlich eine gute Mischung gefunden, um bei den Kommunalwahlen am 15. März 2020 erfolgreich zu sein: Frauen sind ebenso vertreten wie Männer, es gibt jüngere und ältere Kandidaten. Die Aschauer Wahlberechtigten können sich in den Wirtschaftsbereichen Handwerk, Urproduktion, Industrie und Dienstleistung entscheiden, auch Akademiker stehen auf der Liste.
Die Wahlversammlung nahm die Gemeinderatsliste einstimmig an.