Aschau – Russischer Walzer, Balkan-Party und Love-Stories – bei ihrem Jahresabschlusskonzert stellten Jugend- und Blaskapelle des Musikvereins Aschau unter Leitung von Alexander Terre mit einem bunten Programm ihre musikalische Vielseitigkeit unter Beweis.
Die eigentlich eher für traditionelle bayerisch-böhmische Blasmusik aus den Bierzelten der Umgebung bekannte Blaskapelle des Musikvereins Aschau zeigte sich bei diesem Konzert gleich zu Anfang ihres Programmteils mit dem Concerto D’Amore von ihrer romantischen Seite. Passend dazu spielte sich anschließend Solist David Munding am Bariton mit dem gefühlvoll vorgetragenen Andante von František Xaver Dušek in die Herzen der Zuhörer.
Wie ein Gast am Hof
des russischen Zaren
Nach dem Panorama-Marsch ging die musikalische Reise zum Fluss Amur, der über weite Strecken die Grenze zwischen Russland und China markiert. Die Zuhörer konnten sich bei den Klängen des Walzers „Amurwellen“ wie ein Gast auf dem Hofball des russischen Zaren fühlen. Bei der schwungvollen Balkan-Party hatten sie vermutlich ebenfalls Mühe, sich auf den Stühlen zu halten – was anschließend mit kräftigem Applaus honoriert wurde.
Mit den Trompetensternen der neuen Egerländer Musikanten stellten die Solisten des Trompetenregisters ihr Können unter Beweis. Auch Filmmusik stand auf dem Programm der Blaskapelle: Die Posaunisten zeigten beim heiteren Musikstück „76 Trombones“ aus dem Film „The Music Man“ vollen Einsatz, während Magdalena Hopf und Katrin Hoffmann an Alt- und Tenor-Saxofon die tragische Liebesgeschichte von Jenny und Oliver aus dem gleichnamigen Film „Love-Story“ erzählten.
Für die bekannten Melodien von Frank Sinatra zum Abschluss des Konzertabends erntete die Blakapelle begeisterten Applaus. So durfte sie sogar drei Zugaben geben. Dabei war nicht nur das beinahe schon traditionelle Trompeten-Solo von Dirigent Alexander Terre ein wahrer „Lichtblick“.
Die Nachwuchsmusiker der Jugendkapelle erfreuten das Publikum mit ihrer „Solistenzeit für Junge Leut“, in der jedes Register zeigen durfte, was es kann. Mit dem Samba-Marsch „Adelita“ und dem Walzerlied „In meinen Träumen“ ernteten sie so viel Applaus, dass sie als Zugabe noch den Pop-Klassiker „Narcotic“ aus den 1990er-Jahren zum Besten geben konnten. Dies brachte den Nachwuchsmusikern ebenfalls viel Beifall ein.
Leistungsabzeichen
für zwei Jungmusiker
Zwei der Jungmusiker erhielten das Leistungsabzeichen des Musikbundes Ober- und Niederbayern in Bronze: Veronika Oberloher und Emelie Duschek – beide am Saxofon. Außerdem nahm der Vorsitzende des Musikbezirks Inn-Salzach, Walter Steigthaler, mit Bürgermeister Alois Salzeder und Vorstand Wolfgang Duschek drei Ehrungen vor: Johannes Huber und Elisabeth Pascoe erhielten die Ehrennadel des Musikbundes in Silber für 25 Jahre als aktive Musiker, Ursula Hopf wurde die Ehrennadel in Gold für 40 Jahre aktive Mitgliedschaft überreicht.