Aus dem Frauenduell wird ein Dreikampf

von Redaktion

Werner Schreiber will für die Kraiburger SPD als Bürgermeister kandidieren

Waldkraiburg – Damit hätten wohl nur noch die wenigsten in Kraiburg gerechnet: Im Frauenduell um die Nachfolge von Bürgermeister Dr. Herbert Heiml mischt nun auch ein Dritter mit. Werner Schreiber will für die SPD kandidieren.

Bei der UWG und CSU stehen schon längst Anette Lehmann und Petra Jackl als Kandidatinnen für das Bürgermeisteramt fest. Auch die Kandidaten für den Gemeinderat haben CSU und UWG bereits nominiert. Bislang noch nicht in die Karten schauen lassen hat sich die Kraiburger SPD. Erst am 6. Januar präsentiert sie ihre Liste – und auch ihren Bürgermeisterkandidaten. Um die Nachfolge von Herbert Heiml will nun auch Werner Schreiber mitmischen.

Seit 1993 lebt er in Kraiburg, seit 2002 ist er Mitglied im Gemeinderat. Der 66-Jährige ist verheiratet und hat zwei Kinder. Als Jurist arbeitet er bei einer Versicherung, im Januar geht er in den Ruhestand.

Die dritte

Kandidatur

„Aller guten Dinge sind drei“ dachte sich Werner Schreiber. Für ihn ist es nach 2002 und 2008 die dritte Kandidatur als Bürgermeister. Als klar gewesen sei, dass Ortsvorsitzender Adrian Hilge nicht als Bürgermeister kandidieren wird und sich auch abgezeichnet habe, dass sonst keiner als Bürgermeister kandidieren will, hat Schreiber erneut seinen Hut in den Ring geworfen. Für den Gemeinderat wollte er ohnehin erneut kandidieren.

„Die SPD hatte immer einen Kandidaten und das sollte auch fortgesetzt werden“, sagt Schreiber zu seinen Beweggründen. Deshalb will er es noch einmal angehen.Bei unterschiedlichen Themen will er im Wahlkampf Schwerpunkte setzen: In Sachen Klimawandel und Umweltschutz sieht er Nachholbedarf bei der Gemeinde. „Der Klimawandel geht nicht an Kraiburg vorbei, hier könnten wir mehr tun.“ Ähnlich dem Fassadenprogramm der Gemeinde könne er sich vorstellen, Anreize für Bürger zu schaffen, um umweltfreundliches Handeln in der Gemeinde zu unterstützen. „ Wir können nicht alles den Landwirten überlassen.“ Mit Regenrückhaltebecken könnten im Sommer bei Wasserknappheit Spitzen abgewendet werden. In Sachen Energie hat er die Vision davon, dass die Gemeinde autark wird und von regenerativen Energien gespeist wird. „Es sind nicht alle Möglichkeiten ausgeschöpft. Die Gemeinde muss unabhängiger werden.“

Bezahlbarer Wohnraum, barrierefreies Wohnen oder Mehrgenerationenhäuser – für Schreiber gibt es hinsichtlich dessen einiges zu tun. Wichtig sei auch, junge Familien nach Kraiburg zu holen, um auch künftig den Erhalt der Grundschule zu sichern.

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