Pläne für dritte Krippengruppe

von Redaktion

Große Nachfrage: Der Turnraum soll in einen Gruppenraum umfunktioniert werden

Kraiburg – Der Turnraum der Kinderkrippe wird zum Raum für eine mögliche dritte Gruppe. Turnen soll dann in einem Nebengebäude stattfinden.

Der Gemeinderat Kraiburg diskutierte in seiner jüngsten Sitzung über das Bereitstellen eines Raumes für eine dritte Krippengruppe der katholischen Kindertagesstätte Familienbrücke. Gesetzlichen Vorgaben folgend muss eine Gruppe für Kleinkinder im Erdgeschoss liegen beziehungsweise einen direkten Zugang nach draußen bieten. Dies ist im aktuellen Krippengebäude in der jetzigen Turnhalle gegeben. Der Turnraum für alle Kinder der Einrichtung soll in ein bestehendes Nebengebäude verlegt werden. Mit einer Gegenstimme von Erich Unterforsthuber (UWG) stimmte der Gemeinderat dafür, den Turnraum für eine dritte Gruppe bereit zu stellen.

Dennoch ging dieser Entscheidung reichlich Diskussion voraus. Das Nebengebäude sei schlecht isoliert und bedürfe einer neuen Heizung. Bürgermeister Dr. Herbert Heiml und Rathausmitarbeiterin Ingrid Wastlhuber halten diesen Umstand für wenige und kurze Turneinheiten jedoch für vertretbar. Infrarot-Heizungen ließen sich einfach installieren. Viel dringlicher sei es, mehr Plätze zu bieten.

Seit Jahren sind die aktuell verfügbaren 24 Krippenplätze voll belegt. Einige Kinder besuchen Krippen in anderen Gemeinden. Zuzüge oder Planänderungen von Eltern, ihr Kind früher in eine Kindertagesstätte zu geben, seien derzeit nicht abzufangen. Zudem werden aktuell zwei Baugebiete ausgewiesen. Den Gemeinderatsmitgliedern ist also klar, dass der Bedarf steigen wird.

Das Gebäude gehört der Kirche. Ob sich diese bei den Kosten für Umbau und Neuanschaffungen von Möbeln und Material für die dritte Gruppe beteiligt, ist bislang nicht geklärt. Wastlhuber informierte jedoch, dass der Defizitvertrag neu aufgesetzt werde und dann dann von 50 auf 100 Prozent steigen soll.

Engpässe auch in
anderen Krippen

Unterforsthuber erkundigte sich, was passieren würde, wenn nichts geschehe. Wastlhuber sagte, dann müsse die Gemeinde Kinder abweisen. Die nächsten Krippen existieren in Waldkraiburg und Unterreit. Dennoch zeigen sich auch dort Engpässe. Sie hält einen Puffer und die Lösung, die Turnhalle zu nutzen, für sinnvoll. Auch Heiml nannte den Vorschlag mehrmals als einfachste und schnellste Lösung.

Adrian Hilge (SPD) bemerkte, dass Erzieher die Kinder zum Turnen in Nebengebäude an- und ausziehen müssten. Dies sei nun beschwerlicher, als einen Turnraum im selben Gebäude nutzen zu können.

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