Waldkraiburg – Das Fähnchen auf dem Tisch der Partei „Die Grünen“ wird in den nächsten Wochen ganz schön in Bewegung geraten. Immerhin wollen die Stadtratskandidaten bei der anstehenden Kommunalwahl in Waldkraiburg Geschichte schreiben. Zur Aufstellungsversammlung im Café Patini erschien neben dem Kreisvorsitzenden Peter Uldahl auch Cathrin Henke, Landtagskandidatin der Grünen.
Monika Ott und Christoph Arz, die beiden Vorstandssprecher im Ortsverband, legten gleich mal los, was sie beim bisherigen Brainstorming schon so alles auf die Agenda setzten. Da ging es beispielsweise um Stadtentwicklung, um die Themen Asyl und Verkehrsberuhigung sowie um die Erhaltung von Wald- und Grünflächen. Dachbegrünung wurde genauso angesprochen wie die Artenvielfalt.
Waldkraiburger Grüne
wollen Geschichte
schreiben
Bei Letzterem könne man nicht nur mit dem Finger auf die Landwirte zeigen, auch die Städter müssten ihren Beitrag leisten. „Waldkraiburg soll bunt und grün bleiben“, meint Christoph Arz. Markus Schebesta setzt auf Elektromobilität und für Andreas Wagner sind neben dem grünen Stempel auch neue Forschungskonzepte in Sachen Umweltschutz und Klimawandel wichtig. Cathrin Henke freute sich jedenfalls über die geschlossene Grünen-Liste, die in Waldkraiburg mit elf Kandidaten aufwarten kann. „Toll, dass sich so viele junge Menschen engagieren, das gibt uns allen neuen Schwung“, betonte Henke und forderte dabei gleichzeitig die jungen Damen und Herren auf, einen Jugendkreistag zu gründen. Dem bereits bestehenden Jugendparlament in Waldkraiburg soll nach den Vorstellungen Henkes, die später auch als Wahlleiterin fungierte, wieder mehr Leben eingehaucht werden.
Jugendparlament soll
wieder mehr Leben
eingehaucht werden
Die anschließende Wahl für die Listenkandidaten ging rasch und reibungslos über die Bühne. Von den insgesamt 13 Grünen-Parteimitgliedern in Waldkraiburg waren acht stimmberechtigte anwesend. Über die Liste der elf Kandidaten wurde per Block abgestimmt. Das Ergebnis: sieben gültige Stimmen und eine ungültige Stimme. Weil ja 30 Stadtratsplätze zu besetzen sind, entschieden sich die Grünen dafür, dass die ersten acht Personen auf der Liste dreimal und die letzten drei Personen zweimal aufgeführt werden. Jeder ungerade Platz auf der Liste wird nach den Vorgaben des Frauenstatuts der Grünen von einer Frau besetzt. Sollte keine Frau für einen Frauen zustehenden Platz kandidieren, entscheidet die Wahlversammlung über das weitere Vorgehen. So wurde bei der Waldkraiburger Nominierung das Frauenstatut nach Platz sieben außer Kraft gesetzt.