Waldkraiburg – Im Restaurant „Olympia“ trafen sich Mitglieder und Freunde der Freien Demokraten, um nach dem kürzlich gegründeten Ortsverband Ampfing in Waldkraiburg eine weitere örtliche Gruppierung aus der Taufe zu heben.
Sandra Bubendorfer-Licht erschien das Grußwort als Mitglied des Bundestags „noch etwas surreal“ (sie war erst kürzlich für einen verstorbenen FDP-Abgeordneten nachgerückt, wir berichteten), sie werde das aber lernen. Ein Kreisverband, so Bubendorfer-Licht, werde in einer Stadt nicht so wahrgenommen wie ein Ortsverband. Darum sei sie froh, dass nach dem bisher einzigen Ortsverband Mühldorf nun auch in Ampfing und Waldkraiburg ein Ortsverband gegründet worden sei. Dadurch ziehen die Liberalen „gestärkt in den Wahlkampf“ zur Kommunalwahl. Die neue Bundestagsabgeordnete befindet sich jetzt wieder im „Wahlkampfwohlfühlmodus“.
Sissy Frey, ein „FDP-Urgestein“ aus Burghausen leitete die Wahl, bei der ein Vorsitzender, dessen Stellvertreter und zwei Beisitzer gewählt werden sollten. Die Versammlung entschied sich dafür, einen Schatzmeister erst zu einem späteren Zeitpunkt zu küren.
Nach einer kurzen Vorstellung der Kandidaten ergab sich folgendes Resultat:
Dominik Scholtes, ein 38-jähriger Waldkraiburger, Angestellter in einem mittelständischen Betrieb, wurde zum ersten Vorsitzenden des FDP-Ortsverbandes Waldkraiburg gewählt. Sein Stellvertreter heißt Christian Goertz, 33 Jahre alt, ebenfalls aus Waldkraiburg und Inhaber einer Finanz- und Versicherungsagentur. Die Versammlung entschied sich als Beisitzer für Raffael Rumpf (32, Leiter der Rettungswache in Waldkraiburg) und Valentin Clemente, 25, aus Heldenstein und Rettungssanitäter. Clemente bezeichnet aber Waldkraiburg als seine „Wahlheimat“.
Zum Schluss gab der neue Ortsvorsitzende Dominik Scholtes noch bekannt, dass Valentin Clemente als Kandidat für das Amt des Waldkraiburger Bürgermeisters antreten werde. Clemente: „Die Bürger sollen bei der Wahl eine Auswahl haben. Je mehr Kandidaten zur Wahl stehen, desto besser. Und wenn andere Kandidaten von weiter her kommen, ist Heldenstein doch recht nah.“ Alle Liberaldemokraten wollen jetzt „Gas geben“. Erklärtes Ziel ist es, mit möglichst vielen Mandatsträgern in den Waldkraiburger Stadtrat einzuziehen.